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Beim Wald zahlt Köngen drauf

23.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

KÖNGEN (sg). Wald zu besitzen muss nicht immer ein Zeichen großen Reichtums sein. Die Gemeinde Köngen investiert im kommenden Jahr sogar mehr in den Wald, als dass sie an ihm verdient. Den Einnahmen von 6100 Euro, die sich aus der Holzernte (3800 Euro), der Kulturförderung (1500 Euro) und der Wirtschaftsverwaltung (800 Euro) zusammensetzen, stehen Ausgaben von 11 300 Euro entgegen. Der dickste Posten entfällt dabei auf den Forstschutz und die Bestandspflege (5500 Euro). Auch die Personalausgaben für die Holzernte schlagen mit 2500 Euro zu Buche. Die Forstverwaltung erhält 2300 Euro. Versicherung und Unterhaltung der Waldwege machen jeweils 500 Euro aus.

Im kommenden Jahr fällt der Holzeinschlag nicht groß aus. 20 Festmeter Brennholz lang und 40 Festmeter an Flächenlosen sind zu erwarten. Dazu kommen noch 40 Festmeter an Fichten- und Tannenholz, 20 Festmeter an Pfahlholz und zehn Festmeter an unverwertbarem Holz. Dafür soll aufgeforstet werden. Auf 0,2 Hektar ist die Pflanzung von 600 Stieleichen und 300 Winterlinden vorgesehen. Auch Kultursicherung betreiben Förster Martin Auracher und seine Forstarbeiter, und zwar auf einer Fläche von einem Hektar.

Sorgen bereitet den Forstleuten nach wie vor die Esche. Seit einigen Jahren ist diese Baumart von einem Triebsterben betroffen. Der Kronenzustand der Eschen hat sich dadurch dramatisch verschlechtert, sodass die Esche, ein eigentlich wertvoller, langsam wachsender Baum mit sehr hartem Holz, flächig ausfällt und ersetzt werden muss.

Zudem plant der Förster eine Eichendurchforstung auf 0,7 Hektar, was aber nur 20 Festmeter Holz einbringt. Auch die Nutzung der geschädigten Eschen und Fichten auf 2,5 Hektar ergibt 110 Festmeter Holz. Der Köngener Gemeinderat stimmte dem Wirtschaftsplan für den Gemeindewald einstimmig zu.

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