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Vorlesung Kinderuni über die fünf Sinne

22.07.2022, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ERKENBRECHTSWEILER. In der Festhalle in Erkenbrechtsweiler fand eine Vorlesung der Kinderuni am Heidengraben zum Thema „Warum uns unsere Sinne täuschen können!“mit Professor Dr. Uwe Ilg, Universität Tübingen, statt. Professor Ilg erschien im weißen Kittel und mit OP-Mütze und verband damit die Frage, wie sich die Kinder einen Wissenschaftler vorstellen. „Bestimmt nicht als Chirurg!“. Er beschrieb die fünf Sinne: Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen und wie diese in Wechselwirkung miteinander verknüpft sind.

Hausaufgabe für die Zuhörer: Bei geschlossenen Augen herauszufinden, ob sie Cola oder Fanta trinken. Ilg prophezeite, dass kein Unterschied zu erkennen sei. Den Gleichgewichtssinn konnten die Studenten gleich ausprobieren, indem sie jeweils bei geschlossenen Augen auf den Stühlen standen. „Beim Sehen verbindet sich das Auge über Nerven mit dem Gehirn.“ Professor Ilg konnte mit mehreren Bildern auf der Leinwand zeigen, wie sich Sinne täuschen können. Die Kinder schauten zehn Sekunden lang auf ein Bild, um dann wiederzugeben, was sie gesehen hatten. Die Antworten waren oft falsch, weil ihre Sinne sie täuschten. Dann mussten sie versuchen zum Beispiel eine Katze oder einen Hund versteckt in einem Bild zu erkennen. Bei manchen Bildern sahen die einen eine junge Frau, die anderen eine alte Frau.

Dann zeigte er noch den sogenannten Bauchredner-Effekt, wenn die Augen bestimmen, was sie hören. Man schaut auf die Mundbewegungen und kann dadurch erkennen, wie das gesprochene Wort lautet. Die Aufmerksamkeit der Kinder wurde an zwei relativ schnell wechselnden gleichen Bildern getestet.

In der obligatorischen „Fragestunde“ konnten die Studenten ihre speziellen Fragen an den Professor richten. Für alle Anwesenden ist dies eine zusätzliche Bereicherung ihres Wissens. ph

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