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Sanierung des Grötzinger Friedhofs hat begonnen

13.06.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sanierung des Grötzinger Friedhofs hat begonnen

Seit Montag wird der Friedhof Grötzingen saniert. Dabei soll die Bodenqualität verbessert werden. Weil die Erde hier sehr lehmhaltig ist, finden keine ausreichenden Verwesungsprozesse statt und es entstehen sogenannte Wachsleichen. Das ist nicht nur ein Problem, wenn es darum geht, Gräber nach abgelaufener Liegezeit neu zu belegen, sondern auch im Hinblick auf das Grundwasser. Deshalb beschloss der Gemeinderat eine umfangreiche Sanierung. Dabei wird im südlichen Bereich des Friedhofes der Boden ausgetauscht, denn der sauerstoffarme Lehmboden verhindert, dass die während der Leichenverwesung austretenden Fette abgebaut werden: Sie lagern sich im Erdreich an und isolieren. Dadurch bildet sich Stauwasser. Deshalb muss zuerst in rund drei Metern Tiefe eine Drainage gelegt werden. Um die Totenruhe nicht zu gefährden, wird sie nur dort gelegt, wo bisher keine Bestattungen erfolgten und entlang der Wege. Erst danach kann mit der Bodenverbesserung begonnen werden. Dazu wird die lehmhaltige Erde abgetragen, mit quarzhaltigem, feinsplittigem Sand durchmischt und auf eine zuvor aufgebaute Drainschicht aufgeschüttet. Dadurch erhöht sich das Gelände um bis zu einem Meter, deshalb müssen die Wege ebenfalls erhöht werden. Anschließend soll vor allem im Westen und Osten viel Grün die Sicht auf Mauer und Straße nehmen. In der Mitte sind vier Ahornbäume geplant, als Ersatz für die Kastanien. Bis Allerheiligen sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein, 328 Einzelgräber sind dann saniert genügend Spielraum, um den künftigen Bedürfnissen gerecht zu werden. Auch wenn vorgesehen ist, die Arbeiten so schonend wie möglich durchzuführen, können Beeinträchtigungen nicht verhindert werden, zumal der Parkplatz als Baustellenfläche genutzt wird und keine Ausweichmöglichkeiten bestehen. Rund 472 000 Euro wird das Vorhaben kosten vorausgesetzt das Wetter macht mit und der Untergrund bietet keine Überraschungen. tab/Foto: Holzwarth


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