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"Opfer des Schulsystems"

21.06.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ernst Thum, Reutlingen. Mit Interesse verfolge ich die aktuelle Berichterstattung in der Nürtinger Zeitung über die Rücktrittsforderung an den baden-württembergischen Kultusminister Helmut Rau.

Länger gemeinsam lernen – dies ist die Forderung an ein modernes Schulsystem. Die Kinder dürfen nicht schon in der 4. Klasse auseinandersortiert werden.

Wie viele Baden-Württemberger sind früh in der Hauptschule gelandet, obwohl sie die Begabung für die Realschule oder das Gymnasium gehabt hätten! Ihnen sollte man ein Denkmal setzen. Ein Denkmal der Trauer, denn sie sind Opfer eines Schulsystems, das ihnen sehr geschadet hat.

Hier könnten viele Lebensläufe als Beispiel stehen. Der Kultusminister denkt nicht an eine Änderung des Schulsystems. Er kam sicher in der 4. Klasse ins Gymnasium. Dies ist vielleicht das Problem an dem Problem, dass über das Schulsystem Leute entscheiden, die fast ausschließlich im Gymnasium waren.

Kennen diese die Nöte von Kindern, die falsch eingeordnet wurden? Da sind Hauptschüler, die sich mit einem guten Zeugnis um eine Lehrstelle bewerben und nur Absagen erhalten. Da sind genauso intelligente Gymnasiasten reicher Eltern, die nach Abitur studieren dürfen. Fast alle Argumente sprechen dafür: Länger gemeinsam lernen, das muss die Schule der Zukunft sein!


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