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Kinderarbeit in der Römerzeit

01.09.2009 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nachgewiesen in einem Töpferofen – Funde beim Burrenhof und in Plattenhardt

Das Modewort Vernetzen bedeutet nichts anderes als das Herstellen von Zusammenhängen. Dass das Wort Vernetzen auch in der Archäologie zu interessanten Erkenntnissen führen kann, zeigt der bei Theiss erschienene Sammelband „Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg 2008“.

Zum Beispiel stößt man in dem Buch auf das Faktum Kinderarbeit in der Römerzeit, ein Phänomen, das sonst in historischen Texten nicht nur ein Schattendasein führt, sondern in der Regel des Erwähnens kaum für wert gehalten wird. Dabei gehört es zum Bild des Alltags in der Antike wie die stolzen Villen oder Großbauwerke. In einem in Stettfeld bei Karlsruhe freigelegten römischen Töpferofen haben sich im Lehmverstrich deutliche Spuren zierlicher Kinderfinger erhalten. Es handelt sich dabei nicht um Zufallsabdrücke, sondern um die Hände eines Kindes, das offenkundig mit Ausbesserungsarbeiten betraut worden war. Kinderarbeit in der Römerzeit: ein Fleck im funkelnden Schild einer stolzen Epoche.


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