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Kinder und Bindungen

17.10.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Psychoanalytikerin referierte über neue Forschungsergebnisse

(pm) Bindung und Traumatisierung von Pflegekindern welche Auswirkungen ergeben sich daraus auf die rechtliche Gestaltung des Pflegeverhältnisses?: über dieses Thema sprach jüngst vor Pflegeeltern und Mitarbeitern des Jugendamts im Esslinger Landratsamt die Psychoanalytikerin Professor Dr. Dr. Gisela Zenz von der Universität Frankfurt.

Die Professorin für Familien-Jugendhilfe und Sozialrecht wies dabei darauf hin, dass die Pflegekinderforschung in Deutschland erst in den 70er Jahren in Gang gekommen und zunächst von sozialpolitisch motivierten Kinderärzten und Sozialarbeitern betrieben worden sei. Die Bindungsforschung, die seit den 50er Jahren vor allem in England und den USA stattgefunden habe, sei nur vereinzelt von Psychologen aufgenommen worden.

1974 entbrannten heftige Diskussionen, wurden entwicklungspsychologisch begründete Forderungen an Gesetzgeber, Richter und Sozialarbeiter erhoben, die bis heute wichtige Orientierung geben (so die Sicht der Professorin). Es habe einen langen Marsch durch die Institutionen gebraucht, der bis heute nicht abgeschlossen sei: Schon die Forderung nach genereller Priorität des Kindeswohls in Sorgerechtsstreitigkeiten habe damals nicht zum familienrechtlichen Denken gehört.


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