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In Neuhausen wurde wieder kräftig auf die Pauke gehauen – 25 000 Zuschauer beim Umzug

03.03.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am Sonntag waren in der Faschingshochburg Neuhausen wieder die Narren los. Der 51. Fasnetsumzug zog etwa 25 000 Schaulustige in seinen Bann, unter anderem aus Hamburg, Dortmund, der Schweiz und von den Philippinen. „Auf die Pauke haut se – Bauze, Bauze!“ – so schallte es gestern schier endlos durch die Straßen von Neuhausen. Für närrisches Treiben sorgten insgesamt über 3000 Spaßmacher und Karnevalisten: 70 Maskengruppen aus dem gesamten süddeutschen Raum, davon 15 aus Neuhausen, 22 Musikgruppen und zehn Prinzen- und Prinzessinnenpaare flanierten über die 4,5 Kilometer lange Umzugsstrecke von der Kirchstraße, vorbei an Kirche und Gasthaus Löwen, über die Bahnhofstraße bis in die Wilhelmstraße und frönten ihrer selbst. Preisgekrönte Garden in Showtanz und Marschtanz gaben ihr Können zum Besten, für sie war es die Generalprobe für die Süddeutschen Meisterschaften in wenigen Wochen. Der Spielmanns- und Fanfarenzug Neuhausen führte den Umzug an. Direkt dahinter krähten die Rothähne von Neuhausen und feierten ihr 50-jähriges Bestehen. Zunftleiter Charlie Riedel und Ehrenpräsident Hans Siegl führten heiter durchs Programm und ließen keine Gruppe passieren, bevor sie nicht ausgiebig ihren Narrenruf zelebriert hatte. Von den kunterbunt und liebevoll geschmückten Umzugswägen regnete es Süßigkeiten und die berühmten Neuhäuser Bierwecken, und des Öfteren wurden Kinder ins „Hexenkarussell“ entführt. Als Neuhausens Patenverein, die Wernauer Narren, zum „Hecka-Heala“ aufforderten, riss sogar für kurze Zeit die Wolkendecke auf und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Dies galt auch für das Stuttgarter Männerballett, das vor allem zur Freude der weiblichen Zuschauer einen imposanten Tanz sowie strahlend weiße Unterwäsche präsentierte. „Jedem zur Freud, dem Parkplatzsuchenden zum Leid“, könnte das Motto des Nachmittags gelautet haben. So waren rings um die Faschingshochburg viele Karossen aus allen Teilen Deutschlands zu sehen, die auf der Suche nach einem matschigen Stellplatz die Filder-Äcker durchpflügten – ein Ärgernis, mit dem sich jedoch die meisten närrischen Autofahrer abfinden konnten. Schlusslicht bildete der Uhinger Spielmannszug mit seinem Prinzenpaar und Elferrat. Unsere Bilder zeigen von links die Guggenmusik Bruggaklopfer Neuhausen, die Maskengruppe GV Cäcilia Wernau und Samba Batu aus Neuhausen. Nach dem Umzug wurde dann im Narrendorf hinter dem Rathaus und in den mehreren Vereinsheimen fleißig gefeiert, getrunken und Blödsinn veranstaltet. Darauf ein kräftiges „Helau“ und ein dreifaches „Auf die Pauke haut se – Bauze Bauze“! pl

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