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Dauerproblem Mietobergrenze

01.08.2020 05:30, Von Peter Dietrich — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bedarf nach unabhängiger Hartz-IV-Beratung steigt – Liga widerspricht dem Landrat

Eigentlich sollten die Jobcenter Hartz-IV-Empfänger beraten, in der Praxis ist oft keine Zeit dafür, außerdem ist der Personalwechsel in den Jobcentern groß. Hier sprang vor sieben Jahren die Liga der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Esslingen ein. Kreisweit bietet sie unabhängige und kostenlose Hartz-IV-Beratung an: im Caritas-Zentrum Esslingen, beim Kreisdiakonieverband, bei der Evangelischen Gesellschaft, beim Zentrum für Arbeit und Kommunikation (ZAK) in Esslingen, bei der Arbeg Wernau.

Der Bedarf steigt deutlich: Im Jahr 2015 kamen 896 Menschen zur Beratung, 2018 waren es 1257, im Vorjahr 1696. Das hat viele Gründe, einer davon ist die komplizierte Bürokratie. „Ein Antrag hat mindestens 24 Seiten“, sagt der Armutsexperte Frieder Claus vom Verein Heimstatt Esslingen. 80 Prozent der Normalbürger verstünden einen Bescheid nicht, manchmal könne das nicht einmal der erfahrene Berater.

Die Top Ten der Probleme verschöben sich kaum, sagt Claus. Ganz oben stehen die Probleme mit den Wohnkosten. Trotz steigender Mietkosten habe der Landkreis Esslingen im August 2018 ein Drittel der Mietobergrenzen nochmals abgesenkt. Weil durch Corona aktuelle Mietdaten fehlten, plane der Landrat für 2018 bis 2020 einen pauschalen Inflationsausgleich von einem Prozent pro Jahr: „Das ist ein Witz.“


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