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Auf der "Insel der Gauner"

08.09.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gelernter Kaufmann wegen Schulden nach Mallorca geflüchtet

NÜRTINGEN (itt). Nein, nach Mallorca, dem Paradies aller Sonnenhungrigen, wollte er nicht zurückgehen. Zwei Jahre hatte er auf der beliebten Urlaubsinsel gearbeitet, in einem Schuppen am Ballermann, einer Unterhaltungsmeile der derb-kräftigen Art. Er war in der Zeit zur Erholung immer mal wieder zurück nach Deutschland geflogen. Wer ununterbrochen am Ballermann arbeitet, sagte er, der wird total verrückt. Dort fließe nicht nur das Bier in Strömen, es werde sogar mit dem Strohhalm Wein aus dem Eimer getrunken. Nein, resümierte der Angeklagte, das Kapitel Ballermann sei für ihn abgeschlossen.

Überhaupt hatte er keine gute Meinung von den ortsansässig gewordenen Deutschen. Nach seiner Erfahrung ist Mallorca die Insel der Gauner, Betrüger und hirnlosen Aussteiger.

Wohl ein Drittel aller Deutschen, die sich nach Mallorca absetzen, hätten etwas auf dem Kerbholz. Dort lernt man die unglaublichsten Typen kennen. Zu den Typen, wie er sie nannte, mochte er sich nicht zählen.

Kurze Zeit nach Abschluss einer Lehre als Außenhandelskaufmann hatte er einen Job angenommen, bei dem er die Aufgabe hatte, den Vertrieb anzukurbeln. Der Selbständigkeit näherte er sich bei einer weiteren Firma mit Beratervertrag. In manchen Monaten als Berater verdient er gut, in anderen Monaten nichts.


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