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Überschallknall erschreckte viele

17.07.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Militärmaschinen fingen koreanische Boeing über der Region ab

(lp/red) Zwei ohrenbetäubende Knallgeräusche, die Türen wackeln und Fenster klirren ließen, schreckten am Samstag gegen 22 Uhr viele Menschen in der Region auf.

Weil gegen 21.35 Uhr der Funkkontakt zu einer koreanischen Boeing 777 abgebrochen war, wurde das Flugzeug aufgefordert, am Landesflughafen in Stuttgart zu landen. Hierzu wurde das Flugzeug von zwei Abfangjägern der Bundeswehr begleitet. Da die beiden Düsenjäger, die vom Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg sein sollen, mit Überschallgeschwindigkeit anflogen, erzeugten diese zwei laute Knallgeräusche, was zu einem vermehrten Notrufaufkommen bei Polizei und Rettungsdiensten führte. Bei der Polizei gingen in 30 Minuten etwa 250 Anrufe zu der vermeintlichen Explosion ein.

Nachdem das Flugzeug gegen 22.15 Uhr in Stuttgart sicher gelandet war, wurde festgestellt, dass das Funkgerät defekt war. Die 211 Passagiere, welche eigentlich nach Zürich wollten, mussten in Gebäuden des Flughafens übernachten, da in Stuttgart nach 23 Uhr keine Flieger mehr starten dürfen und offenbar auf die Schnelle keine Hotelzimmer verfügbar waren.

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