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Telegramm von drüben

29.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(psa) Es war eine große Herausforderung für die Ingenieure des 19. Jahrhunderts: In den 50er-Jahren reiften erste Ideen, Europa und Amerika mit einem Telegrafenkabel zu verbinden. Dazu musste jedoch der Atlantik durchquert werden. Fünf Versuche wurden zwischen 1857 und 1866 unternommen, vier scheiterten. Schließlich nahm die erste transatlantische Verbindung am 27. Juli 1866 ihren Betrieb auf.

Das Kabel verband Europa über Irland mit Amerika über Neufundland. Fortan war es möglich, interkontinentale Telegramme zu verschicken. Eine Revolution in der Kommunikation. Auch wenn die Geschwindigkeit, selbst gemessen am damaligen Standard, unterirdisch war: 0,1 Wörter pro Minute übertrug die erste Übersee-Verbindung. Ein Buchstaben benötigte bis zu zwei Minuten, bis er übertragen war. Es waren also Geduld und Gottvertrauen nötig, wenn man einen Gruß an die Tante in Übersee verschicken wollte. Vielleicht hatte deswegen das erste Telegramm religiösen Inhalt. Es stammte aus dem Lukasevangelium 2, 14: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“ Anschließend telegrafierte Königin Victoria an den US-Präsidenten James Buchanan.


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