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Nürtingen

Plastik hat im Bioabfall nichts zu suchen

21.04.2018, Von Uwe Gottwald — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Forscher warnen vor Gefahren durch Mikroplastik in organischem Dünger – Kompostwerk des Kreises setzt aufwändige Verfahren ein

Biomüll getrennt zu sammeln und zu verwerten entlastet die Müllverbrennungsanlagen und es kann Kompost als Dünger gewonnen werden, wie im Kirchheimer Kompostwerk des Landkreises Esslingen. Zunehmend machen jedoch Fremdstoffe Probleme, vor allem Plastik, wie Claire Herrmann im Betriebsausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises berichtete.

Michael Seidl vom Kompostwerk braucht nicht lange nach Plastik zu suchen, um im angelieferten Biomüll fündig zu werden. Foto: Holzwarth

Seit 2008 schreibt das Landesabfallgesetz vor, Biomüll getrennt zu behandeln. Der Kreis Esslingen indes war, wie viele andere Ballungsräume Deutschlands, vom Müllnotstand der 90er-Jahre getrieben, sich schon sehr viel früher auf diesen Weg zu machen. Knapp 60 000 Tonnen jährlich werden über die Braune Tonne eingesammelt und im 1996 in Betrieb gegangenen Kompostwerk zu Düngemittel verarbeitet und verkauft.

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