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Nürtingen

Muss der Stein sein?

17.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Muss der Stein sein?

Man spricht nicht gerne darüber. Darüber, was sich dort abspielt, wo selbst der Kaiser zu Fuß hingeht, wird meistens der Mantel des Schweigens gebreitet. Dabei nutzt so mancher Besucher den Blick auf die Gästetoilette, um sein Bild vom Gastgeber zu vervollständigen. Eine Glaubensfrage ist dabei die Verwendung von Duftstoffen im Örtchen. Die einen hängen sich einen Duftstein unter die Brille, für die anderen ist das Teufelszeug. Da der jährliche Umsatz von Duftsteinen Gerüchten zufolge 100 Millionen Euro pro Jahr alleine in Deutschland beträgt, verdient irgendjemand ein Vermögen mit anrüchigen Gerüchen und anderen Gerüchen, die diese Gerüche übertünchen sollen. Die Freunde der Steine argumentieren damit, dass mit ihnen Ablagerungen und Keimbildung auch dort verhindert werden, wo die Bürste nicht hinkommt, und wenn schon Duft, dann lieber künstliche Zitrone als unverfälschte Natur. Die Gegner der Steine sind der Ansicht, dass ein ordentlich gereinigtes WC sowieso nicht meuchelt und die Inhaltsstoffe in Flüssen, Fischen oder gar in der Muttermilch nichts zu suchen haben, wo sie schon gefunden wurden. Also wirkt der Blick unter die Brille nur erhellend in der Gretchenfrage, wie es denn der Toilettenbesitzer mit der Umwelt hält. Heißt es dann in dubio pro oeko? bg


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