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Nürtingen

Gegen Gentechnik

03.02.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Jüngst trafen sich Mitglieder des Freundeskreises gentechnikfreie Nahrung, zu dem neben ATTAC-Mitgliedern auch noch andere Gruppen und Personen gehören, zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über den Einsatz von Gentechnik in der Tierproduktion. In Kenntnis der Recherchen des WDR-Autors Christian Jentzsch, dessen Sendung Arme Sau Das Geschäft mit dem Erbgut im Oktober gesendet worden war, zeigten sich die Teilnehmer stark beunruhigt über die Aktivitäten des international tätigen Agro-Konzerns Monsanto. Dieser produziere nicht nur den Genmais, der auf dem Gelände der Hochschule Nürtingen auf Oberboihinger Markung ausgebracht wurde, heißt es in einer Pressemitteilung des Freundeskreises. Nach den Recherchen von Jentzsch habe der Konzern auch Teile aus der Erbsubstanz von Schweinen isoliert, gekennzeichnet und beschrieben. Der Konzern möchte die so behandelten Teile weltweit zum Patent anmelden, heißt es. Dies würde bedeuten, dass alle Schweine, die derartige Erbsubstanz in sich trügen, nur noch mit Genehmigung von Monsanto gezüchtet werden dürften. Wie auch beim Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen würde diese Genehmigung nur gegen eine Lizenzgebühr erteilt werden, so der Freundeskreis. Wer ohne diese Lizenz Schweine oder Pflanzen züchte, würde mit horrenden Schadenersatzforderungen überzogen, die die wirtschaftliche Existenz vernichten könnten. Die Teilnehmer lehnten es strikt ab, dass ein Konzern weltweit bestimmen könnte, wer wo welche Tiere züchten und Pflanzen anbauen dürfe. Die Teilnehmer waren sich darin einig, zusammen mit ihren Bündnispartnern weiter in unserer Region die Aktivitäten Monsantos und anderer Agro-Multis öffentlich zu machen. Die seit März 2006 in Nürtingen gegen den Genmaisanbau laufenden Aktionen seien von der Bevölkerung positiv aufgenommen worden. Man kam überein, diese Aktionen fortzusetzen.


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