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Farbenfrohe Blumenteppiche zu Fronleichnam in Nürtingen und Frickenhausen

04.06.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit Gottesdiensten und farbenfrohen Blumenteppichen feierten Katholiken am gestrigen Fronleichnamstag vielerorts die Eucharistie. „Früher wurden sogar ganze Straßenzüge mit den Blüten für die Prozession ausgelegt“, erklärt Gabriele Leuser-Vorbrugg, die Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinde in Frickenhausen, zu denen auch die Teilorte Linsenhofen, Tischardt, Großbettlingen und Raidwangen gehören. „Das ist wie beim Staatsbesuch der rote Teppich“, sagt sie scherzhaft. In Frickenhausen einigt man sich bereits seit nunmehr 20 Jahren im Vorfeld auf ein Thema. So stehen die Teppiche in diesem Jahr für „Schaut hin“ aus dem Evangelium nach Markus. Wo aber üblicherweise bis zu 100 Leute mithelfen, machten sich am Donnerstagmorgen pandemiebedingt nur 24 fleißige Hände ans Werk, um für den abendlichen Gottesdienst fertig zu werden. Herausgekommen sind gleich zwei bunte Blütenteppiche sowohl vor als auch in der Kirche, dazu kleinere Teppich-Spenden von weiteren Gemeindemitgliedern, welche rund um den Altar präsentiert wurden. Sorgsam warf Gemeindemitglied Lea nochmal einen letzten Blick auf das gemeinsame Werk und setzte die vom Wind verwehten Blüten wieder an ihren Platz (links). Großer Andrang herrschte bereits am Vormittag auf dem Vorplatz der katholischen Kirche St. Johannes in Nürtingen: 120 Besucher hatten sich im Vorfeld zum Freiluft-Gottesdienst angemeldet, doch freute sich Pfarrer Jan Eike Welchering gestern über gar 200 Gläubige, die gekommen waren, um die Eucharistie gemeinsam mit der Stadtkapelle zu feiern (rechts). Auch hier schmückte ein farbenprächtiger Blumenteppich den Vorplatz, mit Auslegern durch das „Kirchenschiff“, liebevoll dekoriert von den Kirchengemeinderäten Ute Schlicht und Peter Rieger. Als Symbole wurden Fische, Brot, Trauben und der Kelch gewählt, die Symbole für Blut und Leib Jesu Christi. Bereits am Vorabend gingen hierfür die Vorbereitungen los. Das traditionelle Gemeindefest im Anschluss an den Gottesdienst musste ausfallen. Spätzle, Schnitzel und Salat gab es gestern mit Liebe verpackt zum Mitnehmen um das Mahl zumindest daheim nachzuholen. Jüp

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