Schwerpunkte

Nürtingen

Ergraut

06.02.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ergraut

Stress macht graue Haare. Wenn das stimmt, hat Gerhard Schröder sieben sehr geruhsame Jahre im Kanzleramt verlebt. Immerhin hat der 62-Jährige nicht einmal graue Schläfen und verklagt jeden, der behauptet, er würde dem chemisch nachhelfen. Graue Haare machen traditionell Kinder ihren Eltern. Vielleicht klappt das bei Schröder ja auch, wenn er mehr Zeit zu Hause verbringt. Die Kinder für das Ergrauen der Haare verantwortlich zu machen, ist ein ganz fieser Trick. In den rund zwanzig Jahren, die zwischen der Geburt des Kindes und seinem Auszug von zu Hause üblicherweise vergehen, ergraut wohl jedes Elternteil mehr oder weniger. Wer den Kindern also die Verantwortung für das Ergrauen in die Schuhe schiebt, kann ihnen ebenso gut das Vergehen der Zeit anhängen. In Wirklichkeit sind nicht die weitergereichten Gene, sondern die eigenen dafür zuständig, dass das Haar an Farbe verliert. Schuld sind die Melanozyten, die den Farbstoff für das Haar fabrizieren. Die bilden sich zurück, beim einen schneller, beim anderen langsamer. Die Wissenschaft behauptet, dass Stress den Vorgang keineswegs beschleunigt. Zu erwähnen sei an dieser Stelle, dass Dunkelhaarige wesentlich attraktiver ergrauen als Blondinen, eine späte Genugtuung für alle, vor denen Blondinen immer bevorzugt wurden. Sorgen führen höchstens dazu, dass man sich manchmal uralt fühlt. bg


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 58% des Artikels.

Es fehlen 42%



Nürtingen