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Nürtingen

Einsame Frauen statt Sozialamt

09.08.2010 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Herzensbrecher brachte seine Opfer um Geld und Gut – Verurteilt wegen gewerbsmäßigen Betrugs

Nur manchmal huschte ein Lächeln über sein Gesicht. Es war immer dann, wenn die Rede darauf kam, wie leicht es ihm die Frauen gemacht hatten.

NÜRTINGEN. Keine von ihnen schien daran gezweifelt zu haben, wenn er zur Begründung seiner finanziellen Klemme sagte, das Innenministerium habe, natürlich irrtümlich, seine Konten gesperrt. So lebte er von dem, was er den Frauen aus der Tasche zog. Die Leichtigkeit, mit der er mit großen Summen umging, konnte offenbar auch ein zweifelndes Gemüt überzeugen.

Bei der Verhandlung am Nürtinger Amtsgericht gestand er alles, was ihm vorgeworfen wurde. Nur gegen das Wörtchen Heiratsschwindler wehrte er sich entschieden. Zu keiner Zeit, stellte er fest, habe er den Frauen versprochen, sie zu heiraten, es sei, wenn überhaupt, stets ein unverbindliches Zusammenleben gewesen. Aber das Endergebnis war immer dasselbe: Die Frauen wurden belogen, betrogen und bestohlen.

So lautete die Anklage denn auch auf Betrug, Betrug in sieben Fällen. Man musste nicht mit überreicher Fantasie gesegnet sein, um zu erkennen, dass es sich bei den sieben Fällen nur um die Spitze des Eisbergs handelte. Keine Frau gibt gerne zu, einem Schwindler und Schönredner auf den Leim gegangen zu sein.


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