Nürtingen

Der Zivi ist vom Aussterben bedroht

31.05.2010, Von Barbara Gosson — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zivildienst wurde auf sechs Monate verkürzt – Freiwillige Verlängerung des Dienstes kann rückgängig gemacht werden

Das Image des Zivildienstleistenden hat im Laufe der Zeit eine starke Veränderung erfahren: vom Drückeberger zum patenten, hilfsbereiten jungen Mann. Nun wird der Zivi zur aussterbenden Spezies: wegen der Verkürzung des Wehr- und Ersatzdienstes auf sechs Monate lohnt es sich für immer weniger Träger, einen Zivi zu beschäftigen.

Im Kreis Esslingen gibt es derzeit 241 Stellen, die 710 Zivildienstplätze anbieten. Beschäftigt sind dort zurzeit 418 Zivildienstleistende. Es sei normal, dass nur 50 bis 70 Prozent der Plätze belegt seien, ist vom Bundesamt für Zivildienst zu hören.

Ein großer Träger ist der Esslinger Kreisjugendring (KJR), der 41 Zivildienststellen anbietet. Geschäftsführer Kurt Spätling hat sich eigentlich schon von den Zivis verabschiedet. „Die Verkürzung auf sechs Monate ist der Einstieg in den Ausstieg aus der Wehrpflicht. Wenn ich das vorbereiten wollte, würde ich genauso vorgehen.“ Das Bundesamt für Zivildienst sei ein riesiger Apparat, der nicht so schnell abzuwickeln sei, deshalb werde der Dienst nicht von heute auf morgen abgeschafft.


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