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Nürtingen

Der Tag nach dem Hagelschlag

30.07.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rund um die Teck beginnt das große Aufräumen – Landwirtschaft leidet

(tb) Vom Hagel am Sonntag besonders betroffen war die Region Kirchheim. 140 Einsätze in und um Kirchheim herum vermeldete die Kirchheimer Gesamtfeuerwehr allein für den Sonntagabend. Zerstörte Solaranlagen, Keller unter Wasser, verstopfte Gullis oder Wassereintritt am Dach. Besonders häufig wurden die Feuerwehren wegen Dachfenstern gerufen, die die Hagelkörner eingeschlagen hatten. In diesem Fall hilft es den Betroffenen aber eher, die Fenster selbst provisorisch zu sichern und dann die entsprechenden Handwerker zu rufen. Bäume lagen auf der Straße oder drohten zumindest auf die Fahrbahn zu stürzen. Laub drohte Gullis und Abflüsse zu blockieren, dadurch staute sich häufig das Wasser auf den Straßen. Um das Laub kümmerten sich gestern auch die Mitarbeiter des Kirchheimer Baubetriebsamts. Außerdem mussten sie städtische Gebäude mit Planen versehen, wenn die Dächer oder die Dachfenster beschädigt waren.

Vom Unwetter besonders betroffen sind die Landwirte. Der Hagel am Sonntag scheint in vielen Lagen rund um die Teck sämtliche Hoffnungen auf eine gute Ernte zunichte gemacht zu haben, so Landwirt Siegfried Nägele aus Bissingen, der auch Vorsitzender des Kreisbauernverbands ist. Beim Obst muss er in seiner Anlage Totalschaden vermelden, wenig besser sieht es beim Mais aus.

Der Raps hatte am Sonntag die richtige Reife, doch nur rund ein Viertel der Ernte schaffte der Mähdrescher vor dem Unwetter, der Dinkel wurde nahezu zu hundert Prozent Opfer des Hagels.

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