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Nürtingen

Der Neandertaler in uns

14.05.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Jetzt hat die Wissenschaft endlich festgestellt, was man schon immer geahnt hat: der moderne Mensch, auch als Homo sapiens sapiens, also der weise, weise Mensch bekannt, hat Gene vom Neandertaler in sich. Also von einer Type, die seit ihrer Entdeckung im Jahre 1856 als Primitivling mit breiten Wülsten über den Augen, fliehender Stirn und Keule in der Hand durch die Vorstellungswelt der Menschen kreist. Schon alleine aus diesem Image schlossen so einige, dass das genetische Potenzial der Herrschaften aus dem Neandertal in einigen besonders einfach gestrickten Menschen fortlebt. Jetzt ist der wissenschaftliche Beweis da: zwischen einem und vier Prozent der Gene des modernen Menschen stammen vom Neandertaler. Und wie sie da hingekommen sind, ist auch klar, nämlich so, wie alle Gene weitervererbt werden. Skelettfunde in Europa und Nahost zeigten schon lange, dass beide Menschenarten einige Tausend Jahre nebeneinander her lebten. Nun ist raus, dass sie auch so einiges miteinander hatten, Kinder zum Beispiel. Der eine Clan blieb in Europa, der andere zog nach Asien und fertigt heute bienenfleißig Elektronikbauteile. Europäer und Asiaten haben nämlich gleichermaßen Neandertalerblut in sich. Und nun kommt das Schrecklichste für alle Rassisten: Afrikaner nicht. Da ohnehin die Lehre von den menschlichen Rassen primitiver ist, als es sich je ein Neandertaler hätte ausdenken können, an dieser Stelle ein Aufruf zur Völkerverständigung nach Art der Ahnen. Nachts am Lagerfeuer sind alle nur noch Menschen.


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