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Das war los beim Klimastreik in Nürtingen

23.09.2022 18:23, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Nicht nur auf dem Nürtinger Schillerplatz, sondern weltweit trafen sich am Freitag Klimaschützer zu Kundgebungen, um für eine gerechte Klimapolitik zu demonstrieren. Rund 200 Menschen waren auf den Schillerplatz gekommen, um den Zehnpunkteplan der Nürtinger Gruppe zu hören. Sie forderte Klimaneutralität bis 2030 durch einen Beschluss des Gemeinderats. Man könne 60 Prozent der Energie einsparen, wenn alte Häuser saniert werden, ebenso sollen Fußgänger, Radfahrer und der ÖPNV privilegiert werden, wenn die Nürtinger Innenstadt autofrei wäre. Mehr Grün in der Stadt und auf den Dächern soll die Lebensqualität während der Klimakrise erhalten, dazu zählt unter anderem die Begrünung von Fassaden und das Verbot von Schottergärten. Ferner wollen die Klimaschützer eine klimaneutrale Land- und Forstwirtschaft. Die hohe Flächenverdichtung und Bodenversiegelung führe dazu, dass das Grundwasser zu schnell in Bäche und Flüsse abfließt. Rückhaltebecken auf den Höhen und den Terrassen auf den Feldern könnten das in den nächsten zehn Jahren schrittweise verhindern. Auch der Artenschutz soll mit den Klimaschutzmaßnahmen einhergehen. Freiflächen-Solaranlagen mit Wiesenblumen darunter sollen das ermöglichen. „Biogasanlagen müssen durch eine Kraft-Wärmekopplung auch Wärme liefern“, sagen die Klimaschützer. Nach der rund einstündigen Kundgebung begaben sie sich auf einen Marsch durch die Kreuzkirchstraße, die Neckarsteige, die Europastraße und über die Bahnhofstraße wieder zurück zum Schillerplatz. jh Foto: Holzwarth

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