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„Das Gesundheitssystem wird nicht besser“

11.11.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

AOK-Chef Dieter Kress war zu Gast beim VdK

BEMPFLINGEN (ma). Große Übereinstimmung zwischen dem Referenten Dieter Kress, Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils, und dem Vorsitzenden des VdK-Kreisverbands Nürtingen, Klaus Maschek, gab es in der Bewertung der Folgen des kürzlich im Kabinett verabschiedeten Entwurfs zur Gesundheitsreform. Bei einem sehr gut besuchten Infoabend, zu dem der VdK-Kreisverband Nürtingen zusammen mit dem VdK-Ortsverband Bempflingen-Neckartenzlingen eingeladen hatte, ging es um das Thema „In welche Richtung geht das Gesundheitswesen? – Was steht uns noch bevor?“

Die Gesundheitsreform, so Dieter Kress, richte sich eindeutig gegen das seither geltende Solidaritätsprinzip, das durch die ungedeckelten Zusatzbeiträge und einen eingefrorenen Arbeitgeberbeitrag weiter infrage gestellt werde. Der vorgesehene Sozialausgleich sei völlig unzureichend, da er erst greife, wenn der Zusatzbeitrag zwei Prozent des Einkommens übersteige. Außerdem könne der kassenindividuelle Zusatzbeitrag vom durchschnittlichen Zusatzbeitrag abweichen.

Die Belastung der Rentenbezieher sei gegenüber den Arbeitnehmern noch größer, da die meisten Rentner keine Steuern zahlen und sie daher die Krankenversicherungsbeiträge nicht von der Steuer absetzen könnten. So würden die Erhöhungen voll auf das verfügbare Einkommen durchschlagen.


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