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Leserbriefe

Zweite Runde muss besser werden

30.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ansgar Lottermann, Wendlingen. Zum Artikel „Stadtmarketing geht in eine neue Runde“ vom 24. Oktober. Es ist unbestreitbar ein lohnendes Ziel, die Stärken und Schwächen von Wendlingen herauszuarbeiten und die Stadt attraktiver zu machen. Ein Stadtmarketingprozess ist daher grundsätzlich zu begrüßen. Ebenso zu begrüßen ist, die Bürgerinnen und Bürger hierbei intensiv zu beteiligen. Wer sich aber in Wendlingen schon länger engagiert, muss sich fragen: War da nicht schon mal was? Richtig, vor ziemlich genau zehn Jahren gab es schon einmal einen Stadtmarketingprozess, der damals wie heute in der Anfangsphase von der GMA aus Ludwigsburg begleitet wurde. Man startete mit einer gut besuchten Veranstaltung im TiK und traf sich anschließend zu zahlreichen Arbeitsgruppensitzungen. Als Ergebnis wurden ein Leitbild für Wendlingen und ein umfangreicher Maßnahmenkatalog beschlossen. Das Leitbild ist weitgehend in Vergessenheit geraten und nur wenige der beschlossenen Maßnahmen wurden überhaupt nur annähernd realisiert. Nur nebenbei sei bemerkt, dass der Stadtmarketingprozess – damals noch mit großer Beteiligung – im Jahr 2000 in die Lokale Agenda überführt wurde. Die Lokale Agenda besteht zwar noch immer, die Unterstützung von Stadt und Bürgerschaft hat aber stark nachgelassen. Wenn daher der jetzt anstehende Stadtmarketingprozess gelingen soll, müssen zunächst die Ergebnisse von vor zehn Jahren einbezogen werden. Es bringt bekanntlich wenig, das Rad zweimal zu erfinden. Außerdem muss unbedingt vermieden werden, dass die jetzigen Ergebnisse sich erneut auf dem Papier gut anhören, aber niemand ihre Umsetzung vorantreibt. Sonst wäre nicht nur erneut viel Geld in den Sand gesetzt. Auch die Motivation für bürgerschaftliches Engagement würde gemindert. Viele Einwohner der Stadt Wendlingen sind gerne bereit, ihre Ideen und Kompetenzen einzubringen. Es muss sich aber auch eine Perspektive bieten, dass das Engagement zu konkreten Ergebnissen führt. Letztlich sollte auch die Lokale Agenda stärker in das Stadtmarketing einbezogen werden. Dort engagieren sich Bürgerinnen und Bürger seit Jahren für die Weiterentwicklung der Stadt Wendlingen. Ihre Erfahrungen können für das Stadtmarketing nutzbar gemacht werden.

Insgesamt ist daher ein Stadtmarketingprozess grundsätzlich sinnvoll. Allerdings muss auf dem früheren Prozess aufgebaut und die damals gemachten Fehler müssen vermieden werden. Sonst heißt es in einiger Zeit wieder: Außer Spesen nichts gewesen.

Leserbriefe

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