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Leserbriefe

Zum Kreisverkehr

24.10.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Horst Hasenberg, Nürtingen. Wir waren wieder einmal zum Wandern in Südtirol. Dort in der Gegend von Bozen fiel uns die vergleichsweise große Zahl von Kreisverkehren auf und der damit verbundene problemlose Verkehrsfluss. Einige Ampelkreuzungen, die wir von früheren Besuchen her kannten, wurden mit einfachsten Mitteln zum Kreisverkehr umgebaut und ohne Schwierigkeiten von den Verkehrsteilnehmern angenommen, zum Beispiel mit einem Pfahl in der Mitte und vier Schildern um seine Achse sowie einigen Markierungen auf der Straße. Bei uns gibt es zu wenig Kreisverkehre, dadurch ist der Lernprozess auch schlecht. Ganz selten werden vorhandene Ampelkreuzungen zum Kreis umgeändert. Ich wüsste einige Kreuzungen, die des besseren Verkehrsflusses wegen dringend zum Kreis umgebaut werden müssten. Die Ampellösung zerhackt doch nur den Verkehr, das heißt stop and go durch unsere Städte.

Gegner von Kreisanlagen argumentieren immer sofort mit dem Grund, die Anlage muss aber groß sein, damit der berühmte Sattelzug auch dort fahren kann. Wir müssen nicht überall auf einen Lkw Rücksicht nehmen, der einmal in der Woche vorbeikommt. Es gibt noch andere Wege, um von A nach B zu fahren. Ampelanlagen entmündigen den Bürger, nehmen ihm die Verantwortung ab. Hätten wir mehr Kreisverkehre, würden die Autofahrer lernen, auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer, zum Beispiel Fußgänger und Radfahrer, mehr Rücksicht zu nehmen. Außerdem würde damit allen die Angst vor dem Kreis genommen werden. In anderen Ländern klappt es jedenfalls.

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