Leserbriefe

Zockt der Staat?

02.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rolf Odenthal, Neckartenzlingen. Sparkassen sind keine AGs sie gehören als Anstalten des öffentlichen Rechts dem Staat: Stadtsparkasse, Kreissparkasse, Landesbank. Aus Waisenkassen und Leihhäusern hervorgegangen, waren sie anfangs auf ärmere Bevölkerungsschichten ausgerichtet. Leitmotiv ist nach wie vor nicht die Gewinnmaximierung wie bei Privatbanken, sondern die Gemeinwohlorientierung. Sollte es wenigstens sein. Noch bis Ende 2015 muss die jeweilige Gebietskörperschaft für etwaige Zahlungsunfähigkeit ihrer Sparkasse beziehungsweise der übergeordneten Landesbank aufkommen. Dann werden die Schulden aus Steuermitteln aufgebracht. Aber auch, wenn es nicht so weit kommt: dürfen der öffentlichen Hand gehörende Banken das ihnen anvertraute Geld in Spekulationsgeschäfte stecken? Es gibt viele Sparkassen, die für die Kontoführung immer noch ausgiebig Gebühren verlangen. Sparkassen und Landesbanken arbeiten im Verbund. Ist beiden Verhaltensweisen vielleicht doch ein ausgeprägtes Profitstreben gemeinsam?

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