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ZOB am alten Platz hat Vorteile

13.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans-Jürgen Mauser, Nürtingen. Zum Artikel „Was passiert jetzt mit dem Güterbahnhof?“ vom 5. September. Da gerade das Thema Güterbahnhof und Zentraler Omnibusbahnhof (ZOB) wieder aufkommt, möchte ich als Nutzer von Bahn und Bus und dazu in der Eigenschaft eines Nürtingers ein paar Punkte nennen, die einen Erhalt des ZOB an jetziger Stelle befürworten. Zunächst die Erreichbarkeit: als Fußgänger ist der ZOB deutlich zentraler und schneller erreichbar als der Güterbahnhof – im Prinzip sind aus Stadtsicht derzeit ZOB und Bahnhof gleich weit, was mit dem „Flächentausch“ zulasten des ZOB ginge.

Des Weiteren ist der ZOB eine der letzten innerstädtischen Flächen, die nicht mit massivem Hochbau „beglückt“ sind und daher die Möglichkeit bieten, auch eine gewisse Lebensqualität in der Stadt als „Freifläche“ allgemeiner Nutzbarkeit zu erhalten. Gut, nicht so heruntergekommen und fast völlig asphaltiert wie jetzt, aber die vielen, schon recht großen Bäume dort könnten ein Wegweiser sein, eine Umgestaltung mit mehr Grün, weniger Asphalt und insgesamt mehr einladenden Eigenschaften durchzuführen – vielleicht kann auch die Saubach-„Mündung“ eingebunden werden. Da ein ZOB mit dem Busverkehr keine Hauptstraße ist und er von dieser durch die niedrige Lage etwas abgeschirmt ist, wäre eine gewisse Aufenthaltsqualität sicher vorstellbar – auch für die Kinder und Jugendlichen der anliegenden Schulen. Für eine davon wäre ein Gebäude auf dem ZOB sogar das Ende von Tageslicht und Aussicht.

Auch wenn ich es schade finde, dass immer mehr Industrie- und ähnliche Relikte aus dem Stadtbild verschwinden, so halte ich einen heute leider üblichen, schuhschachtelartigen Gebäuderiegel auf dem Güterbahnhofsgelände für besser aufgehoben als auf dem ZOB-Gelände. Direkt an der Hauptstraße stört er niemanden, vielleicht würde diese in dem Zuge sogar noch etwas fußgänger- und radfahrerfreundlicher und zumindest der zusätzliche Kfz-Verkehr zu dort möglichem Einzelhandel könnte der Kernstadt fernbleiben – und der Bahnhof wäre nicht mehr so abgeschoben am „Ende der Zivilisation“, sondern mehr in die Stadt integriert.

Leserbriefe

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