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Zielvorgaben beachten

27.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Anja Steiner, Nürtingen. Nach den strengen Zielvorgaben der Landesregierung dürfte das Boss-Projekt auf dem Großen Forst nie gebaut werden. Jeder kann sich darüber informieren: www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/39745/. Ministerpräsident Oettinger und Umweltministerin Gönner beklagen darin, dass der anhaltend hohe Verbrauch natürlicher Lebensräume die biologische Artenvielfalt bedrohe, die Lebensqualität der Menschen gefährde und zu Lasten der Attraktivität von Städten und Gemeinden gehe. Außerdem belasteten Erschließungs- und Infrastrukturkosten die kommunalen Haushalte. In der Erwartung, neue Gewerbebetriebe ansiedeln zu können oder junge Familien zu gewinnen, würden immer noch vielerorts Siedlungsflächen auf Vorrat ausgewiesen. Dabei würden die dadurch entstehenden Kosten zu wenig berücksichtigt. Die so gebundenen Finanzmittel würden an anderer Stelle fehlen, wenn es zum Beispiel um den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten gehe. Notwendig sei deshalb ein Umsteuern zu einem sorgsamen, vorausschauenden Umgang mit der endlichen Ressource Fläche. Das setze noch mehr Sensibilität vor allem bei den kommunalen Entscheidungsträgern und Planern voraus.

Weiter heißt es: Nach wie vor ist der Weg auf die ,Grüne Wiese (bei uns ,Großer Forst) aus Sicht vieler Kommunen und Investoren leichter und schneller zu realisieren. Deshalb sind weitere Maßnahmen erforderlich. Dieses Strategieprogramm sollte jeder Gemeinderat und jeder Verantwortliche im Zweckverband auf dem Nachttisch liegen haben.

Die Landesregierung stellt fest, dass es in hohem Maße schädlich ist und nicht in Frage kommt, dass weitere landwirtschaftliche Flächen überbaut werden, wenn andere Standorte, zum Beispiel Industriebrachen (Edeka Logistik-Zentrum Laichingen) zur Verfügung stehen. Das heißt auch, dass Regionalräte und der Zweckverband falsch liegen! Der Gemeinderat von Nürtingen muss sich bei seiner noch ausstehenden Entscheidung mit diesem Strategiepapier abgleichen und dann wird man sehen, ob die Gemeinderäte nicht nur für oder gegen die Bürger stimmen werden, sondern auch für oder gegen die Landesregierung und ihre Zielvorgaben.

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