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Zerstörung von Lebensraum

13.03.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bertram Seifert, NT-Zizishausen. Zum wiederholten Male wurde der Lebensraum auf dem städtischen Flurstück „Schafweide“ zwischen Zizishausen und Oberensingen radikal dezimiert. Viele gesunde Bäume wie Kirsche, Walnuss, Haselnuss (das wäre jetzt wichtige Bienenweide gewesen), Buchen sowie ein Riesenberg diverser Vogelnährgehölze wurden mit massivem Geräte- und Maschineneinsatz entfernt. Ist das nachhaltig? Wird so CO2 eingespart? Und nicht nur auf Stock gesetzt, sodass im Laufe der Zeit wieder gesunde Pflanzen nachwachsen könnten, sondern die Grasnarbe gleich mit gefräst. Von dem Bodenaufriss durch die (Kettenbagger-) Fahrzeuge ganz zu schweigen. Der Großhäcksler ist bestimmt auch schon bestellt – die Stamm- und Kronenholzberge warten ja schon.

Wie hoch waren eigentlich die Kosten für diese „Lebensraumzerstörung“? Zigtausend Knospen, Blüten und Blätter, also lebendige Biomasse, für Jahre eliminiert. Wo ist jetzt der Lebensraum für Reh, Fuchs, Hase, Igel und nicht zuletzt der Vögel und Insekten? Deren Habitat wurde hier nachhaltig zerstört – die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser ganzen Aktion bleibt jedoch ungeklärt. Eine offizielle Stellungnahme, ob und wenn ja warum diese Maßnahmen notwendig gewesen sind, ist wünschenswert. Eine Verkehrssicherungspflicht kann hier ja wohl nicht angeführt werden.

Wäre es nicht sinnvoller gewesen, den für diese Aktion notwendigen Aufwand in den Artenschutz und die Schaffung neuen Lebensraums zu investieren? Immerhin wurden bereits vorletztes Jahr im oberen Bereich fünf und letztes Jahr im unteren vier Obstbäume gepflanzt. Dafür war aber so ein Kahlschlag nicht erforderlich. Wer dieses Obst zukünftig einmal ernten darf ist genauso unklar wie die Antwort auf die Frage, warum jetzt rund 15 Ar gesunde Bäume und Sträucher weichen mussten.

Ich bitte darum, vor allen weiteren Zerstörungsmaßnahmen in ähnlicher Größenordnung den örtlichen Naturschutzbeauftragten/Nabu, den Jagdpächter und Revierförster und die Öffentlichkeit stärker einzubinden.

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