Leserbriefe

Wünsche frischen Mut und Weitblick

01.02.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „Tour d’Horizon durch Nürtingen“ vom 29. Januar. Ein guter Aufschlag mit neuer Offenheit ist dem OB Fridrich mit der Bürgerversammlung am 27. Januar gelungen. Vertreter der verschiedenen Teams der Stadtverwaltung haben sich vorgestellt und man erhielt den Eindruck eines großen Fleißes. Das verdient Respekt. Eineinhalb Stunden wurden viele einzelne Maßnahmen aus allen Teilorten dargestellt. Eine Zielstellung des „Neuen“ konnte man an dem Ampelmodell ahnen, mit dem von jetzt ab jährlich eine Umsetzung von Vorhaben ohne unliebsame Staus mit einem öffentlichen Rück- und Vorblick zu einer bisher nicht vorhandenen Transparenz führen soll. In dem freudigen Furor stachen vor allem diese Stichworte heraus: Wohnraum, Wachstum, Zuschüsse, rollende Bagger.

Dass in den Aktivitäten noch der Horizont des vorherigen Amtsträgers nachwirkt, war daran zu erkennen, dass über eine Idee oder Anforderungen einer Stadt der Zukunft eher wenig zu vernehmen war. Nicht einmal fielen Worte wie Baum oder Begrünung, Ökologie oder nachhaltiges Energie- beziehungsweise Verkehrskonzept. Das kommt hoffentlich noch. Für die Kinder, die in Neckarhausen eine neue Kita erhalten, ist außerhalb des Glasbetonbaus nichts Grünes zu erkennen gewesen. Bei allem Wachstum von Wohnquartieren spielen eine Ausgleich schaffende Begrünung und PV-Anlagen eine wichtige Rolle und eben ein Verkehrskonzept. Kurz: Nötige einzelne Reparaturen und Erweiterungen stehen nicht in Frage. Aber sie tragen in ihrem Nebeneinander noch nicht zu einer aufeinander bezogenen und vor allem stil- und sinnvollen Qualitätsentwicklung bei, die etwas zu veränderten Arbeitswelten, Integration und zum Klimaschutz beiträgt.

Die Schlüsselindikatoren, wenn schon Leistung messbar sein soll, müssen sich an einem langfristig attraktiven Masterplan ausrichten, den alle Interessengruppen kennen und mittragen können. Nur als Beispiel: An Events oder „Villen am Fluss“ fehlt es nicht. Nürtingen braucht neben dem oben Genannten mehr Ruhepole, anziehende Plätze mit Aufenthaltsqualität und guter Luft durch Bäume. Für sein integratives, neues Denken mit Horizont wünsche ich dem OB weiterhin frischen Mut und Weitblick.

Leserbriefe

Eigentum und Wohnungsnot

Jürgen Rosenthal, Nürtingen. Zum Artikel „Kein Patentrezept gegen Wohnungsnot in Nürtingen“ vom 12. Februar. Schaut man sich zum Beispiel die Gesetzeslage in Hamburg oder Berlin an, können über längere Zeit leer stehende Häuser und Wohnungen sogar zwangsvermietet oder -enteignet werden. Im…

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