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Leserbriefe

Wohlstandsgefälle ist eine Schande

28.01.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Bäurle, Wendlingen.

Ich war sehr erstaunt über die Besetzung der Regierungsämter. Die größte Überraschung war für mich die Besetzung des Außenministeriums. Nachdem Annalena Baerbock als Kandidatin fürs Bundeskanzleramt grandios gescheitert ist, wurde sie als Außenministerin beauftragt. Für mich die größte Fehlbesetzung, weil sie für das wichtige Amt nicht qualifiziert und geeignet ist.

Die Spaltung unserer Gesellschaft macht mir für die Zukunft große Sorgen. Wir leben hier in Deutschland in einem nie gekannten Wohlstand. Es gibt aber unbestritten ein Wohlstandsgefälle zwischen Arm und Reich. Es ist eine Schande für unser Land, dass gewisse Bevölkerungsschichten in Armut leben müssen, sie keine Lobby haben. Hier ist die neue Regierung verpflichtet, Lösungen zu finden.

Was wurde im Wahlkampf alles versprochen! Nur ein Beispiel: Der Pflege-/Ärzte-Notstand ist seit drei Jahren bekannt. Die Bezahlung und die Arbeitszeiten sind katastrophal. Bis zum heutigen Tag hat die Politik es nicht geschafft, eine vernünftige Lösung zu finden. Krankenhäuser sollten nicht nach privatwirtschaftlichen Interessen geführt werden. Gesundheitspolitik muss das Wohl der Menschen als Ziel haben.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an – wir schaffen es. Jeder Bürger und jede Bürgerin ist aufgefordert, seinen/ihren Beitrag zu leisten. Ehrenamtliche Arbeit muss mehr Anerkennung in der Politik finden. Die Hochwasserkatastrophe hat gezeigt, was Solidarität und Gemeinschaft bewirken können. Meine größte Anerkennung für diese geleistete Arbeit. Ich persönlich bin seit über 40 Jahren ehrenamtlich bei verschiedenen Organisationen tätig (Sport, Rentnervertretung, Hospiz).

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