Schwerpunkte

Leserbriefe

Wo kann man die Tüte mit Kot entsorgen?

21.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rosemarie Körner, Nürtingen. Zum Artikel „Hundekot: ein leidiges Thema“ vom 20. Mai. Seit einigen Jahren haben wir nun die teuren „Dogstations“, die nichts für Hunde tun, nichts für die Umwelt tun und nur Geld kosten. Wenn vor Jahren noch der Hundekot unsichtbar und leicht verrottbar in Wiese oder Feld lag, liegt er heute verrottungsfrei eingepackt im Tütchen einige Meter weiter im Feld.

Was läuft da falsch? Als Hundehalterin kenne ich die Probleme mit der Notdurft von Hunden: Frauchen unterwegs durch die Stadt, Hund sitzt und drückt, Frauchen tütet ein in ein mitgebrachtes, umweltfreundliches Papiertütchen und trägt es in der gleichen Hand wie die Hundeleine durch die Stadt. Papierkorb? Fehlermeldung: nicht in der Stadt. Termin von Frauchen drängt, wohin mit der Tüte? Schnell in den Bürgertreff, dort ist eine Toilette für Menschen, Tütchen in Mülleimer. Muss das sein? Wer will, dass eingetüteter Hundekot auch entsorgt wird, muss Entsorgungsmöglichkeiten anbieten und zwar nicht nur einmal am Beginn und Ende des Weges, sondern auch dazwischen. Das kann auch nur ein Loch im Boden sein, eine markierte Stelle, wo dann die Tütchen wieder entsorgt werden. Der Aufwand dafür ist nur wenig mehr, als wenn nur die Dogstations geleert werden. In Feldern oder auf Wiesen wäre es auch möglich für die Besitzer, einfach den Meter zum Weg nicht zu mähen. Dann könnte der Hundekot friedlich verrotten und alles wäre gut.

Steht allerdings auf einem „Hundeweg“ ein Bänkchen oder gibt es eine Parkbucht für Autos, kommen neue Probleme dazu, nicht durch Hunde, sondern durch Menschen. Als Beispiel möchte ich die Linde auf der Oberensinger Höhe nennen oder den Weg am Neckar entlang von der Neckarbrücke bis Linsenhofen: Bierflaschen, Dosen, Pappgeschirr, Müllsäcke, Bauschutt, nichts, was es dort nicht gibt. Niemand fühlt sich angesprochen, solche Abfälle zu entsorgen, noch nicht einmal einen 20-Liter-Sack mit Biomüll, der bei der Wasserstation abgelegt wurde. Alle diese Dinge liegen wesentlich länger als ein Hundehaufen, der nach vier Wochen verrottet ist. Natürlich ist Hundekot Schei. . ., auch für mich, aber eingetütet ist er das eben auch noch, ich müsste irgendwie die Tüte im Verlauf von 200 bis 500 Metern wieder loswerden können.

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe