Leserbriefe

Wird mit zweierlei Maß gemessen?

23.02.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Richtfest im Martin-Luther-Hof“ vom 16. Februar. Es ist für mich manchmal schwer nachvollziehbar, wie in Nürtingen gedacht wird. Es ist sehr begrüßenswert, dass hier zu den Kindergärten an der Ersbergschule weitere Kinderplätze geschaffen werden. Dass auch eine Verwaltung für die Lutherkirche benötigt wird, ist nachvollziehbar. Aber weshalb wird fast alles überbaut, aber bei den Parkplätzen auf das kleinste Maß mit Doppelbelegung gerechnet?

Warum hat man nicht die Chance genutzt, die schon freiliegende Baugrube mit einer Tiefgarage zu bebauen, sondern sie wieder zugeschüttet und verfestigt? Mancher Nachbar hätte gerne einen Stellplatz gemietet. Aber nicht schon schlimm genug, jetzt möchte man auch noch die wenigen Parkplätze am angrenzenden Grundstück (Richtung Ersbergschule) mit Wohnungen überbauen – wo doch jetzt schon große Parkplatznot herrscht. „Nachverdichtung“ ist das Zauberwort.

Thaddäus Kunzmann, der die Gegend angeblich gut kennt, sieht da kein Problem, hat zugestimmt. Dass den Nachbarn jetzt schon durch die Helikopter-Eltern der Ersbergschule und Kindergartenkinder einiges zugemutet wird, zählt nicht. Anderorts ist geplante Nachverdichtung wiederum nicht möglich (nicht erwünscht?) – Hotel Pflum. Immer wieder neue Hindernisse. Obwohl eigentlich nur ein bestehender Parkplatz überbaut werden soll – der Parkplatz weiter erhalten bleibt.

Hochwasserschutz und Gewässerrandstreifen sind die Zauberworte, die gewichtiger sind. Hier soll die Natur am Bach wieder mehr Spielraum bekommen. Obwohl eine eingetragene Hochwasserschutzmauer schon lange vorhanden ist, darf (noch) nicht gebaut werden. Es müssen Gründe für eine Ausnahmegenehmigung vorgelegt werden. Dass sich ein Hotel mit nur 45 Zimmern/68 Betten nicht (mehr) rentiert, weiß man doch vom Hotelwunsch des OB am Neckar. Dort ist das klar, Pflum soll es jedoch per Gutachten belegen. Es soll auch begründet werden, weshalb ein Neubau an anderer Stelle (grüne Wiese?) nicht in Frage kommt. Bemühungen, die Innenstadt zu beleben (zentrumsnahe Lage)? Weshalb muss Pflum diese Gründe bringen? Weshalb bemühen sich nicht OB und Gemeinderat um die Belebung? Weil kein Vier-Sterne-Biergarten im Plan ist? Irgendwie passt einiges nicht zusammen.

Leserbriefe

Frauenrechte sind Menschenrechte

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