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Wird Ehrlichkeit mit Strafe belegt?

10.03.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus-Uwe Huttenlocher, Wendlingen. Ich fuhr in einer Engstelle zu nahe an einem parkenden Fahrzeug vorbei. Dabei streifte ich den Spiegel des Fahrzeuges. Ich stellte mein Fahrzeug ab und sah, dass das Spiegelglas des anderen Fahrzeugs gesprungen war.

Also klingelte ich auf der einen Seite der Fahrbahn bei den Anliegern, leider konnte mir niemand mitteilen, wer der Halter des Fahrzeugs ist. Auch von den Anrainern der anderen Straßenseite konnte mir niemand weiterhelfen.

Also blieb nur noch der Anruf bei der Polizei, mit der Anfrage nach dem Halter. Mit dem Hinweis, da könnte ja jeder kommen, wurde dies abgelehnt.

Stattdessen werde eine Streife vorbeikommen. Auch mein Hinweis, wegen eines Spiegelglases im Wert von 29 Euro sei es doch nicht verhältnismäßig, eine Streife mit zwei Personen über zehn Kilometer zu schicken, spielte keine Rolle.

Die Polizei vor Ort stellte einen Bagatellschaden fest. Zur Belohnung bekam ich einen Strafzettel über 35 Euro, wegen Bagatellvergehen im Straßenverkehr. Das habe der Polizeipräsident so angeordnet.

Werden die mündigen und verantwortungsbewussten Bürger nicht für dumm verkauft? Es handelt sich zumindest nicht um eine wirkungsvolle Maßnahme, um der steigenden Anzahl von Fahrerflucht zu begegnen. Jetzt musste die Polizei durch die Proteste zu Stuttgart 21 erhebliche Überstunden leisten.

Wäre es dann nicht sinnvoll, für Bagatellfälle eine einfache, wesentlich wirtschaftlichere Lösung zu finden? Wie sie in anderen Landkreisen üblich ist.

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