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Leserbriefe

Willfährige Helfer

11.09.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Schönhaar, Unterensingen. Zum Artikel Genmais-Versuch rund um die Uhr bewacht vom 28. August. Was ist das für eine Technologie, die von privaten Sicherheitsdiensten bewacht werden muss und mit Hilfe staatlicher Behörden und Forschungseinrichtungen zwangseingeführt werden soll in unserem Land, in dem 80 Prozent aller Bürger gegen die Agro-Gentechnik sind? Wie der Gentechnik-Werbeartikel in der Nürtinger Zeitung mit einem großen Bild des Top-Models der lokalen Gentechnik-Werbung Professor Andreas Schier uns mitteilt, hat die missbräuchliche Verwendung unserer Steuergelder durch staatliche Stellen eine neue Stufe erreicht. Statt unsere Steuergelder für die Erforschung von Risiken für unsere Gesundheit und die Folgen für die bäuerliche Landwirtschaft einzusetzen, wird unser Geld also für die Bewachung von Genmais-Feldern ausgegeben, die mit dem derzeit verbotenen Genmais MON 810 des US-Herstellers Monsanto bebaut sind. Das Verwüsten von Gentechnik-Feldern ist gesetzlich verboten. Was sind das für Gesetze, die eine höchst fragwürdige und potenziell hochgradig gefährliche Technologie schützen, statt uns vor dieser Technologie zu schützen? Dieses Jahr hat der Maiswurzelbohrer in Deutschland Einzug gehalten. Er kommt aus Nordamerika, der Heimat von Monsanto. Er ist aber nicht selbstständig über den Atlantik geflogen. Wie ist er wohl gerade in dieser Phase des steigenden Widerstands gegen die Agro-Gentechnik hierher gekommen? Seine Ankunft wird in der nächsten Zeit für den Versuch benutzt werden, die Einführung von Genmais zu beschleunigen.

Gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft zu sein ist nicht schick, sondern eine lästige Bürgerpflicht, die uns von machtbesessenen, geldgierigen Konzernen, wie Monsanto und ihren willfährigen Helfern in Politik und Forschung, wie Professor Schier, aufgezwungen wird, wenn wir die Zukunft einer gesunden Ernährung und den Erhalt bäuerlicher Landwirtschaft sicherstellen wollen.

Leserbriefe

Unverhohlene Parteibrille

Wolfgang Niefanger, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Umstiegsfantasien helfen da wenig“ vom 7. Januar. Es ist ja bekannt, dass Missionierende per se alles besser wissen und somit auch immer recht haben (müssen).

Nun ist Maike Pfuderer ja nicht irgendeine Zeitungsleserin, sondern im…

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