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Leserbriefe

Wer übernimmt am Ende Verantwortung?

28.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Zum Artikel „Ein Dank an die Blockierer“ vom 25. Mai. Schon seit einiger Zeit lese ich die von Polemik strotzenden Leitartikel von Herrn Molitor und frage mich, was dies mit sachlicher Berichterstattung zu tun hat. Natürlich darf auch ein Zeitungsmann seine private Meinung zu einem Thema haben, aber wenn man sich derart offen auf eine Seite schlägt und gleichzeitig für eine Zeitung Artikel schreibt, hat dies einen faden Beigeschmack.

Seine Worte: „Schau die Sonne ist warm und die Lüfte sind lau, geh mer Baustellen blockieren im Park?“ Wo war denn Herr Molitor, als die Demonstranten bei Eis und Schnee im Park waren? Dies ist mir zu billig! Herr Molitor will offensichtlich Stimmung machen und sonst nichts. Solche Worte liest man gewöhnlich in der „Bild“.

Die Besetzer haben sich in einem Camp gut vorbereitet, damit es eben friedlich bleibt. Was ist daran auszusetzen? Auch Polizisten sind in ihrer Freizeit unter den Demonstranten. Ich glaube, dass die Demokultur in Stuttgart einzigartig ist auf der Welt und für viele ein Beispiel ist. Natürlich gibt es Redner auf den Montagsdemos, die sollten besser zu Hause bleiben. Aber die Leute, die zuhören, sind nicht mehr in dem Alter, wo man sich eine weltfremde Meinung aufdrücken lässt. Man braucht sich also keine Sorgen zu machen. Natürlich akzeptieren die Demonstranten „Wahlen“, denn sonst hätten wir ja keinen Regierungswechsel erreicht! Aber es gibt auch ein Demonstrationsrecht und das lassen sie sich nicht ausreden. Herr Molitor schreibt selber, dass S 21 ein höchst umstrittenes Projekt ist. Warum also nicht dagegen demonstrieren?

Manchmal bin ich geneigt dazu, zu sagen „baut doch euren Sch . . .“, damit der Rest der Stuttgarter Bevölkerung endlich aufwacht und merkt, was mit unserer Landeshauptstadt passiert. Wenn erst 17 Kilometer oberirdische Wasserleitungen die Stadt durchziehen, Bäume absterben, weil ihre Wurzeln kein Grundwasser mehr erreichen, unser „Indianerdorf“ ein einziges braunes Baggerloch ist, wenn kein Geld mehr da ist für sinnvolle/nötige Dinge, dann ist es leider zu spät. Wer ist dann noch, von den einzigen „Entscheidern“, in Amt und Würden? Kann mir Herr Molitor einen Namen nennen, der zum Schluss die Verantwortung übernimmt, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist?

Leserbriefe

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