Schwerpunkte

Leserbriefe

Wer meint, den ganzen Elefanten zu kennen

27.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gabriele C. Kapp, Unterensingen. Zum Artikel „Die Impf-Angst der Pflegekräfte“ vom 16. Januar. Was ist das Kennzeichen einer wirklich guten Sache? Richtig: Sie hält einer kritischen Hinterfragung stand! Und noch was: Sie glaubt niemals, die Lösung für alle Situationen und Settings zu sein! Bei den Coronamaßnahmen und auch bei der Frage der Zwangsimpfungen ist genau dieses Merkmal nicht gegeben. Die Regierung hält den Schwanz des Elefanten in der Hand und die, die behaupten, der Elefant habe aus ihrer Erfahrung aber große Flatterohren, und andere behaupten Beine und wieder andere einen Rüssel, die werden benachteiligt, ignoriert, beschimpft, bedrängt und bedroht. Ja, als Gefährder diffamiert!

Sachkenntnis hilft. Zwei wichtigste Dinge braucht es für eine wirksame Impfantwort: Ein gesundes Immunsystem (durch exponentiell in den letzten Jahren gestiegene Autoimmunerkrankungen in der Bevölkerung aber sehr verbreitet). Und zweitens: Eine gesunde Hirnstoffwechselfunktion – wiederum bei Demenzkranken und Menschen mit erworbenen oder angeborenen MCD und Hirnschäden ebenfalls verbreitet.

Die These der Herdenimmunität durch Durchimpfung ist schon deshalb unwahrscheinlich und wurde nie bewiesen. Über mögliche negative Folgen darf nicht mal gesprochen werden. Auch der Bericht über Pflegeheime und Impfung zeigt: Impfen lassen die meisten nicht wegen der Impfung selbst, sondern weil man glaubt, dann schneller den Einschränkungen zu entkommen oder etwas Gutes zu tun und andere nicht zu gefährden. Beides ist nicht erwiesen.

Und unter Druck kommen wollen die wenigsten und wählen das scheinbar kleinere Übel. Damit einher geht der Verlust von Vielfalt und Wahlfreiheit, wie bei der Biodiversität und den Ökosystemen. Einheitsmedizin, eindimensionale politische und ökonomische Maßnahmen, Gleichförmigkeit der Meinung für alle ohne lebendigen Diskurs. Egal in welchem Kontext: Herrschaft geht immer das gleiche bewährte Muster, wenn die Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft den Staat in Frage stellen. Feindbild erstellen und aufblasen und massiv in den Vordergrund rücken, die Bevölkerung spalten und Erfüllungsgehilfen rekrutieren. Etwa mit Eierlikör, Ausgrenzung und Prämien Druck auf die Kollegen machen! Und schon ist von den wirklichen Gefahren mit akutem Handlungsbedarf wie sozialen Ungerechtigkeiten, dem Klimawandel und Gewalt abgelenkt.

Ich empfehle stattdessen: Aufeinander zugehen, Vernunft mit Vielfalt und Courage. Landesväter und -mütter haben es nicht mit unmündigen Kindern zu tun, sondern mit Erwachsenen, die einen Regierungsauftrag gegeben haben. Oder etwa nicht?

Leserbriefe

Impfen ist immer noch ein Problem

Hannelore Plankenhorn, Nürtingen. Zum Artikel „Impfaktion verläuft vorbildlich“ vom 1. März. Wir sind gut aufgestellt laut unserer Bundeskanzlerin. Corona hat uns fest im Griff. Der Impfstoff soll jetzt in ausreichenden Mengen kommen. Frau von der Leyen und die Gesundheitsminister der EU geben…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe