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„Was machen die in Kirchheim anders?“

28.02.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. „Ein neuer Park im Herzen der Stadt“: Was für eine Nachricht! Aber leider nicht für Nürtingen.

In Kirchheim wird ein 75 Ar großes Gelände im Sanierungsgebiet nicht an Investoren höchstbietend verkauft. Es wird ein „Stadtpark in den Herrschaftsgärten“ geplant, in dem der Fluss Lauter wieder oberirdisch das Gelände durchfließt. Die Kirchheimer gönnen sich was – und dabei handelt es sich nicht um ein abgelegenes Gelände, sondern es liegt unmittelbar am Rande der Altstadt.

Hier bei uns soll ja das Wörth-Areal kompakt bebaut werden, weil man damit Bauplatz-Preise erzielen kann. Was machen die in Kirchheim anders? Sind wir hier in Nürtingen so arm dran, dass wir uns nicht leisten können, am Neckarufer ein attraktives Naherholungsgebiet für die Bevölkerung einzurichten? Oder sind da ganz andere Interessen und Interessenten im Spiel?

Ich finde es schade, wenn man diese Chance im wahrsten Sinne des Wortes verbaut. Man hat ja in Nürtingen auch früher schon Fehler gemacht – wie zum Beispiel mit dem Abriss des Steinernen Baues, der einst die Wiege vieler Nürtinger Betriebe war. In Kirchheim steht das alte Kornhaus noch mitten in der Stadt und wurde für Ausstellungen und Veranstaltungen eingerichtet.

Noch nicht lange her, da wollte man das sogenannte Hölderlinhaus abbrechen und durch einen größeren Neubau ersetzen. Das konnte durch eine Bürgerinitiative glücklicherweise verhindert werden. Man kann nur hoffen, dass unsere Stadtverwaltung und unser Gemeinderat künftig mehr Bürgerfreundlichkeit entwickelt und versucht, die Attraktivität der Stadt zu erhöhen.

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