Leserbriefe

Warum nicht mehr Miteinander ?

20.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reiner Feuchter, Frickenhausen, Freie-Wähler-Gemeinderat. Zum Leserbrief „Wenigstens das Gebäude erhalten“ vom 7. Mai. Schon vor 20 Jahren wurden die ersten Pläne für die Nutzung der Kelter geschmiedet. Es wurde geplant und gezeichnet. Diese Pläne wurden damals vom Gemeinderat wegen Geldmangel abgelehnt. Jetzt ist es wieder so weit, dass die nächste Generation der kulturtreibenden Vereine einen Treffpunkt an und in der Kelter Frickenhausen und den „Ochsen“ als Mittelpunkt vom Ort sehen und darum kämpfen.

Als ich vor einem Jahr mit einigen Vereinsvorsitzenden eine Vorplanung machen ließ und diese dem Bürgermeister vorlegte, verschwand mein Vorschlag in der Schublade. Ich habe schon mindestens dreimal schriftlich und immer wieder mündlich vorgesprochen.

Da jetzt wieder die Wahlen vor der Tür stehen, machen einige wieder die Schubladen auf und betreiben Parteipolitik. Sie suchen Fehler oder Schwächen der anderen. Es gibt leider kein Miteinander und kein logisches, bürgernahes Verständnis, kein Übereinkommen und keine Kompromissbereitschaft unter den Kommunalpolitikern.

Zum Teil werden Anträge in der Gemeinderatssitzung abgelehnt, weil sie nicht von der eigenen Fraktion kommen. Ich finde, in der jetzigen Situation sollten wir mehr miteinander kooperieren und nicht gegeneinander arbeiten. Nur miteinander sind wir stark.

Die Politik gehört meiner Meinung nach nicht ins Rathaus beziehungsweise in eine Gemeinderatssitzung. Sollten die jetzigen Planer für den „Ochsen“ und die Kelter Hilfe brauchen, stehe ich ihnen gerne zur Verfügung. Ich habe selbst Erfahrung mit dem Erhalt eines ortsbildprägenden Altbaus.

Wir haben bereits Bauruinen mitten im Frickenhäuser Ortskern. Aus diesem Grund sollten wir unsere historischen und ortsbildprägenden Gebäude schützen, indem wir sie restaurieren und sanieren. Wir sollten die Gebäude für unsere Nachkommen erhalten und außerdem den Vereinen zur Verfügung stellen, die diese Gebäude sinnvoll für ihre Vereinstätigkeit nutzen möchten.

Leider sehen manche Gemeinderäte nicht die Gemeinnützigkeit, sondern nur ihr eigenes Interesse. Vor der Kommunalwahl bekunden alle Fraktionen, dass sie die sport- und kulturtreibenden Vereine unterstützen werden. Leider merkt man bei den kulturell engagierten Vereinen davon nicht viel. Das ist das Trauerspiel.

Leserbriefe

Warum wurde Freibad nicht früher geöffnet?

Friedhelm Horn, Rotenburg. Zum Artikel „Freibad öffnet Montag“ vom 10. Mai. Der Liebe wegen bin ich fast jedes Wochenende in Nürtingen. Ich bin passionierter Schwimmer und bin von der Qualität des Hallenbades und des Freibades in Nürtingen begeistert. Problem ist nur: Das Freibad ist nicht…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe