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War Corona-Lockdown vielleicht vermeidbar?

03.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „100 Milliarden Euro fehlen: Wer stopft das Steuerloch?“ vom 15. Mai. Wie schlimm wird es noch mit Corona? War „zu Hause bleiben“ der richtige Befehl, den 83 Millionen Menschen brav befolgten, ein jeder in seiner Stadt und mit Abstand zu den wenigen Menschen, die dabei sein durften – unter der Brücke, im Obdachlosenheim, in der Sozialwohnung, in der Luxuswohnung und natürlich im Eigenheim oder der gut geschützten Luxusvilla mit Garten und „Home-Office“. Für manchen war diese Auszeit eine problemlose Erholung, für Millionen aber der Weg in die Verzweiflung. Diese „Corona-Krise“ mit dem fast totalen Stillstand wurde von Politikern angeordnet, die mit Sondervollmachten dazu ermächtigt wurden und täglichen Rat von einem Experten-Duo erhielten. Unser täglich Angst gib uns heute übernahmen zuverlässig ARD-Extra, ZDF-Spezial und andere Medien. Die Regierungen in Bund und Land sorgten für das leidende Volk und für die reichen Konzerne mit Geldversprechen in unglaublicher Höhe, als ob es nie eine „schwarze Null“ gegeben hätte.

Die CDU/CSU war vor der Krise wegen der falschen Politik der letzten Jahre ganz tief abgerutscht in den Umfragen. Aber die Angst und die drastischen Maßnahmen haben plötzlich Umfrage-Ergebnisse bis zu 39 Prozent für die Christen gebracht – Corona sei Dank! Aber jetzt droht wieder der Abstieg: 100 Milliarden weniger Steuereinnahmen, weil Millionen Menschen Abstand halten mussten von ihrem gewohnten Arbeits-Leben. Jetzt geht das Elend wohl erst richtig los, spüren die Menschen und fangen an nachzudenken, ob die Maßnahmen eigentlich vermeidbar gewesen wären und damit auch die Panik mit Schutzschirmen und fehlenden Steuereinnahmen.

Endlich werden jetzt auch Experten ohne Regierungsnähe gehört. Sie kommen zu der Erkenntnis, dass die Corona-Infektionen schon deutlich weniger wurden, bevor dann plötzlich der totale Stillstand beziehungsweise Lockdown befohlen wurde mit all den entsetzlichen Folgen. War das also ein ganz normales Abklingen wie bei jedem Virus? War die Schließung von Schulen- und Kindergärten gar nicht mehr nötig? Wahrscheinlich werden die nächsten Wochen und Monate dazu mehr Klarheit bringen. Aber erst mal wird gelockert, damit die christlichen Umfragewerte stabil bleiben in dem braven Volk. Jeden Tag ein „Häppchen Lockern“ – schön langsam, damit der Vorrat reicht bis zur nächsten demokratischen Wahl.

Leserbriefe

Kein Zurück in die alte Komfortzone

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „Chance vertan“ vom 17. September. Der Redakteur Markus Grabitz sieht eine vertane Chance in der „Rede zur Lage“ der EU, die Frau von der Leyen jüngst gehalten hat. Er beklagt, dass die Bürger „angesichts von Corona und den Folgen“ keine Orientierung erhalten…

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