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Wann macht die Bahn den Rückzieher?

19.12.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Es ist alles so gekommen, wie es die S-21-Gegner immer vorausgesagt haben. Die Bahn und insbesondere die Politik haben das „bestgeplante und bestgerechnete“ Bahnprojekt S 21 an die Wand gefahren. Kosten und technische Probleme wurden über Jahre hinweg kleingerechnet, um das Jahrhundertprojekt durch alle Instanzen und durch die Volksabstimmung zu bringen. Es wurde der Schlosspark, der eigentlich zur Erholung der Bevölkerung dienen sollte, zerstört, ebenso der denkmalgeschützte Bonatzbau verstümmelt und die direkte Umgebung des Stuttgarter Hauptbahnhofes von allen Bäumen und Sträuchern befreit.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass viel zerstört und nichts gebaut wurde. Die großmäuligen Versprechungen der Bahn und der Politiker sind zu leeren Phrasen verkommen! Ein chinesisches Sprichwort besagt: „Wer Fehler in der Zukunft vermeiden will, sollte in die Vergangenheit schauen!“ Da wir ja in der Adventszeit sind, böte sich aus der biblischen Geschichte der „Turmbau zu Babel“ an. Hätten unsere Bahnmanager und Politiker einen Blick zurück in die Geschichte geworfen, wäre ihnen dieser fatale Fehler vielleicht nicht passiert, aber die Gier nach Geld war größer! Diese Gier hat sie blind gemacht, und den Blick für die Realität vernebelt. Die Politiker fallen mittlerweile reihenweise um und versuchen zu retten, was zu retten ist. Der Rückzug aus S 21 hat unübersehbar begonnen! Jetzt muss nur noch ein Schuldiger gefunden werden, damit die Bahn den geordneten Rückzug antreten kann. Sollten wir als S-21-Gegner dazu herhalten müssen, bitteschön! Oder sollte es unser berühmter Juchtenkäfer sein, oder die Montagsdemos vielleicht?

Der Fantasie sind hierzu keine Grenzen gesetzt, doch jedem vernünftig denkenden Menschen ist doch mittlerweile klar, dass die eigentlichen Schuldigen die feinen Herren im Nadelstreifen sind! Herr Kefer, der „Thomas Gottschalk“ der Bahn, sieht „plötzlich“ die Wirtschaftlichkeit des Projektes nicht mehr gegeben. Ja verdammt noch mal, dies wurde doch bereits bei der Schlichtung von den Gegnern deutlich aufgezeigt! Thomas Gottschalk – wir erinnern uns – hat vielen Bürgern die Telekomaktie schmackhaft gemacht und jedem großen Reichtum versprochen, wenn er sie kauft; vollkommen ohne Risiko, versteht sich. Wie die Geschichte ausging, weiß man ja! Die Geldgier ist nie ein guter Berater, dies sollte man aus dieser Geschichte lernen.

Vielleicht kommen die Aufsichtsräte der Bahn über die Feiertage endlich zu dem Ergebnis, diesem Irrweg S 21 jetzt ein Ende zu bereiten, denn das Ende ist zum Greifen nahe!

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