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Leserbriefe

Wanderwege am Trauf Wanderern vorbehalten

09.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Richard Haußmann, Oberboihingen. Zu den Leserbriefen „Zwei-Meter-Regel bitte einhalten“, „Auf beiden Seiten mehr Toleranz nötig“ und „Pandemie verschärft die Konflikte“ vom 3. November. Den Leserbriefen muss ich ein paar Gedanken entgegensetzen. Mountainbiker sind nicht grundsätzlich ein Problem, aber wie auch in anderen Bereichen gibt es immer wieder schwarze Schafe. Viele sind freundlich bei Begegnungen, andere rasen an einer Gruppe vorbei und „beschwören Konflikte herauf“.

Reizvolle Wege sind für Mountainbiker bei uns die schmalen Wanderwege entlang des Albtraufs. Ob diese allerdings die Schönheiten der Gegend sehen, ist fraglich. Die Wege entstanden freilich nicht durch den „Urknall“. Das Wegenetz wurde von Freiwilligen des Schwäbischen Albvereins ehrenamtlich geschaffen und wird seit über 100 Jahren auch gepflegt und bezeichnet. Bei Pflegeeinsätzen an Wanderwegen sind selten „naturliebende“ Biker aktiv dabei.

Meine freiwillige Aufgabe ist seit 15 Jahren die Organisation der Pflege der Neuffener Heide. Dazu gehört auch die Instandhaltung des circa einen Kilometer langen schmalen Fußweges. Er wurde mit mehreren Helfern vor Jahren per Schubkarren neu eingeschottert. Benutzt wird dieser Weg von Wanderern und Besuchern der Neuffener Heide, aber auch von vielen Mountainbikern. Meiner Meinung nach wäre es wünschenswert, wenn diese Gruppe sich sogenannte „Single-Trails“ selbst, in Abstimmung mit den zuständigen Behörden, anlegen und nicht Wanderpfade benutzen würde.

Nach wie vor bin ich für die Zwei-Meter-Regelung. In vielen deutschen Mittelgebirgen sind topografisch bedingt Wanderwege auf breiteren Waldwegen angelegt. Deshalb stören sich Biker und Wanderer dort weniger. Auf der Schwäbischen Alb sind die Verhältnisse durch viele Wegführungen direkt am Trauf anders und die Wege sollten deshalb den oft auch von weither angereisten Wanderern vorbehalten bleiben.

Leserbriefe

Nawalny und das russische Volk

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Der besondere Blick auf Putin“ vom 11. Januar. Ei, was ist er doch für ein Tausendsassa, der „gute Russe Nawalny“. Russische „Gönner“ bezahlen seine Behandlung in Berlin. Welcher Art die wohl sind? 30 000 Dollar investiert er (woher kommt das…

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