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Vorschriften: Nicht für das Bahnpersonal?

26.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Anke Schrogl, Nürtingen. Zum Artikel „Wer nicht spurt, muss aussteigen“ vom 19. August. Ich war im August mit der Bahn unterwegs, viele Stunden in mehreren Zügen von Nürtingen nach Schleswig-Holstein und zurück: Nach meinen Erfahrungen gibt es durchaus Mankos betreffs Corona-Sicherheitsmaßnahmen auf Seiten der Bahn, nicht nur auf Seiten der Fahrgäste:

Fahrt von Stuttgart nach Hamburg: Der planmäßige ICE war durch einen IC mit weniger Plätzen ersetzt worden (sechs Stunden Fahrzeit in klimatisierten Großraumwagen). Der Zug war zu voll, als dass überall ein Corona-Sicherheitsabstand hätte eingehalten werden können (auch wenn die Fahrgäste das gerne getan hätten). Einen derart leeren Zug wie auf dem Bild im genannten Artikel habe ich auf der ganzen Reise nicht erlebt. Es kam ab und an Bahnpersonal vorbei, um zu kontrollieren, ob die Fahrgäste die Maskenpflicht einhielten, was soweit ich sehen konnte auch gemacht wurde. Als ich später zufällig am mit sechs Personen voll besetzten Personalabteil mit offener Tür vorbeikam, trug dort die Mehrzahl dieser Mitarbeiter keine Maske, auch jene, die diesbezüglich die Fahrgäste kontrollierten.

Auf den Bahnsteigen ist es nach wie vor anscheinend erlaubt, in den gut besuchten Raucherbereichen, von denen viele sehr zentral auf den Bahnsteigen platziert sind, zu rauchen und den Rauch in die Gegend zu pusten. Hält man sich außerhalb dieser Bereiche auf, muss man unter Androhung einer Strafe eine Maske tragen. Das passt für mich auch nicht zusammen. Es gab übrigens durchaus auch Bahnpersonal auf Bahnsteigen, das dort keine Maske trug.

In den Bahnhöfen werden an vielen Stellen Esswaren verkauft. Wo bitte darf man die dann verzehren (selbstverständlich in gebührendem Abstand zu Mitreisenden), ohne damit rechnen zu müssen, hart bestraft zu werden, weil man dazu ja die Maske abnehmen sollte?

Die Überschrift des oben genannten Artikels ebenso wie jene dort erwähnte berühmte Durchsage eines Zugbegleiters finde ich übrigens sehr arrogant der Bahn-Kundschaft gegenüber, auf die man angewiesen ist, die den Bahnbetrieb und die dortigen Arbeitsplätze ermöglicht.

Leserbriefe

Das Geld in Kitas und Grundschulen stecken

Uli Kirchner, Nürtingen. Zum Artikel „Land belohnt Schulleitungen“ vom 19. November. Kann das sein? Oder ist das einfach nur falsch gemeldet? Die Hauptlast tragen doch nicht Schulleitungen, sondern die Lehrerinnen und Lehrer, die mit wechselnden Dienstplänen, Maskenschutz, Gesprächen mit Eltern…

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