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Viele Dinge hat jeder Mensch selber im Griff

23.09.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eberhard Ellwanger, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Warum Angst bis zur Impfung?“ vom 18. September. Wenn ich versuche zusammenzufassen, mit welchen Wünschen unsere Regierungen konfrontiert werden, komme ich auf folgende Aufzählung: Maskenpflicht verschärfen oder abschaffen/Bußgelder abschaffen, erhöhen, mehr mit Augenmaß aussprechen/Demos verbieten, erlauben, mit mehr oder gar keiner Polizeipräsenz und braunblaue Mitläufer ignorieren, dulden oder einsperren/gesundheitliche Maßnahmen oder Impfungen mit Milliarden unterstützen, oder gar kein Geld ausgeben, aber bitteschön meine Ehefrau wieder gesund machen und mehr Empathie zeigen, aber nicht wegen den alten Menschen, die eh bald sterben.

Was bitte aus diesem Forderungskatalog soll umgesetzt werden, damit alle zufrieden sind? Fehlt etwas? Ach ja: jetzt soll seitens der Regierung mehr Hoffnung und Freude verbreitet werden. Das hört sich an wie der Wunsch eines Kindes! Auch ich bin manchmal wegen Maßnahmen tief betroffen und schockiert. Zum Beispiel wenn ein Mensch einsam im Hospiz sterben musste. Ich hätte das anders gelöst, bin aber ganz ehrlich richtig froh, dass ich nicht solch eine Verantwortung tragen muss.

Aber – und das finde ich enorm wichtig – die Verantwortung für meine Freude trage ich selbst. Eine Möglichkeit: sich ein Beispiel an über 80-jährigen positiv denkenden Menschen zu nehmen. Ich kann mir gut vorstellen, wie es schmerzt, wenn man Abschied nehmen muss vom Bergsteigen, vom früheren Elan bei der Gartenarbeit, vom Gründen und Vorangehen beim Verein, vom einstmals prallen Leben im Haus, weil man jetzt allein darin wohnt. Ich habe Ehrfurcht und will gerne lernen von denen, die sich aber trotzdem freuen: über die Entwicklung der Enkel, über den Fortbestand und das Leben im Verein, dass der Kuchen oder der Kartoffelsalat gelungen ist, dass der Kontakt zu Freunden und Verwandten zwar anders, aber möglich ist.

Ich staune und hoffe, dass mir das im Alter auch gelingt. Das Leben und die Coronakrise verlangen uns einiges ab. Oft können wir dabei wählen, worauf wir uns hierbei konzentrieren und wie es um unser Befinden bestellt ist.

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