Leserbriefe

Vertrauen in den Verfassungsschutz

24.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Stefan Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Gesichter einer Frau“ vom 16. Januar. Laut Franz Feyders Bericht hat das NSU-Trio seine Morde in verschiedenen Wohnungen geplant und vermutlich diese dort dann auch gefeiert. Woher kann man dies wissen, wenn sie in dieser Zeit doch offiziell abgetaucht waren? Holger G., der einzige Zeuge, der dies behaupten könnte, war zusammen mit dem NSU-Trio Mitglied im Neonazinetz Thüringer Heimatschutz. Dieses wurde wiederum vom Verfassungsschutzagenten Tino Brandt gegründet, für einen Lohn von mindestens 200 000 D-Mark. Weiter behauptet Feyder, Zschäpe hätte, natürlich sorgsam vorbereitet, ihre Wohnung angezündet, um Beweise zu vernichten. Danach aber hat sie den Nachbarn zugerufen, sie mögen die Feuerwehr rufen. Obendrein soll sie die Tatwaffe in der Wohnung liegengelassen haben, um sich dann letztendlich doch der Polizei zu stellen. Die beiden Uwes sollen in Heilbronn zwei Polizisten kaltblütig in den Kopf geschossen und sogar am helllichten Tag die Dienstwaffen geraubt haben. Aus Angst vor einer Polizeistreife sollen sie sich dann aber am 4. November 2011 lieber selbst gerichtet und außerdem versucht haben, Beweise mittels eines Feuers zu vernichten. Warum sie die Gefahr eingegangen sein sollen, in ihrem Wohnmobil die Dienstwaffen der Heilbronner Polizisten mitzuführen, wäre schon eine Erklärung wert.

Thema Bekennervideos: Wenn Zschäpe alle Beweise vernichten wollte und in Eile war, warum sollte sie noch am Tag des Brandes Bekennervideos verschicken? Außerdem, wieso wurden diese Videos erst sechs Jahre nach der letzten Tat verschickt, was haben solche Bekenntnisse für einen Sinn, wenn sie nicht zeitnah veröffentlicht werden? Und wie kam das NSU-Trio eigentlich an echte Papiere mit falschen Namen? Ein klares Indiz für Verbindungen zum Geheimdienst. Es gibt in diesem Fall derart viele Hinweise auf Verquickungen mit dem Verfassungsschutz, da fragt man sich schon, warum man davon bei Herrn Feyder nichts liest. Immerhin beweist Franz Feyder mit solchen Artikeln wenigstens sein uneingeschränktes Vertrauen zum Verfassungsschutz, welches er vor Kurzem allen Bürgern empfahl.

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