Leserbriefe

Verständnis von S-21-Gegnern

23.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fritz Doster, Frickenhausen. Man kann die Menschen, wenn es um den Verstand geht, einteilen in gefühlsmäßig Denkende und sachlich Denkende, mit emotionaler Intelligenz und mentaler Intelligenz. Die Ersteren sind motivativ begeisterungsfähige Gefühlsmenschen, die anderen sachlich denkende Kopfmenschen. Zwischen diesen beiden Antipoden bewegen sich die Leute, wobei die Emotionalen im Gegensatz zu den Sachlichen weitaus in der Mehrheit sind und viel eher für eine Sache zu begeistern sind, ob sie richtig oder falsch ist. Beispiele hierfür gibt es viele, von Weimar bis S 21.

Zu erkennen sind die Emotionalen daran, dass sie im Leben weniger erfolgreich sind und dies als Ungerechtigkeit empfinden. Ihre Eigenschuld sehen sie nicht ein, weil sie mehr vom Gefühl beherrscht sind. Für den Realisten ist es unendlich schwierig und mühsam, einen Emotionalen mit sachlichen Argumenten von einer Sache zu überzeugen. Die emotional Denkenden haben auch Argumente, die sind aber für den Kopfmenschen nicht realistisch.

Stuttgart 21 hat im Gegensatz zum Kopfbahnhof 21 in der Abwägung unzweifelhaft mehr Vorteile als Nachteile für unser Ländle. Wenn Sachlichkeit durch Ideologie verdrängt wird durch Agitatoren, dann wird Gemeinwohl zum Eigennutz. Mit diesem Unterschied im Denken und Empfinden der Leute habe ich seit meiner Kindheit bis in meine alten Tage schwerwiegende Probleme, die aber in einigen Jahren auf natürliche Weise nicht mehr bestehen werden.

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