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Leserbriefe

Verkehrsmoral und Respekt vor Gesetzen

07.05.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus-Dieter Jorde, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Tempo- und Parksünder füllen die Kasse“ vom 26. April. Die Frage „Lässt die Verkehrsmoral bei den Autofahrern nach?“ kann aus meiner Sicht mit ja beantwortet werden. Der Beitrag von Frau Lieb und auch der über die Verkehrssituation in der Neuffener Straße spiegeln wider, was ich fast jeden Tag in der Friedrich-Glück-Straße als Erschließungsstraße zum Baugebiet Seelen erlebe.

Es ist kein Nachlassen der Verkehrsmoral mehr, sondern in Teilen ein Fehlen derselben. Obwohl das Gebiet Kornbeckstraße/Freibad/Friedrich-Glück-Straße als Tempo-30-Zone ausgewiesen ist, halten sich erschreckend wenig Kfz-Fahrer daran. Bei Müttern mit Kindern beziehungsweise „gestandenen“ Männern und Frauen sollte man erwarten können, dass sich diese an Tempo 30 halten. Doch leider erlebe ich dies anders. Ich möchte diese Erkenntnis aber keinesfalls auf alle Anwohner der Seelen bezogen wissen. Die Tempo-Freaks, die ich meine, wissen, wer gemeint ist.

Beim Hinweis auf Kontrollen „insbesondere vor Schulen und Kindergärten“ fragte ich mich, ob im Ordnungsamt bekannt ist, dass es im Wacholderweg einen Kindergarten gibt. Ich habe hier bisher noch keine mobile Messanlage gesehen.

In letzter Zeit kam es hier zu brenzlichen Situationen, als Mütter zur Mittagszeit ihre Kinder aus dem Kindergarten abholten und beim Überqueren der Friedrich-Glück-Straße fast umgefahren wurden. Meine diesbezüglichen Hinweise an das Ordnungsamt haben noch zu keiner Aktion geführt. Muss hier erst noch ein Unfall mit Personenschaden geschehen, damit dort jemand tätig wird?

Für mich sind 30er-Zonen ohne unregelmäßige, aber wiederkehrende Kontrollen ihren Namen nicht wert. Und 30er-Zonen werden nicht nur tagsüber zwischen 8 und 16 Uhr befahren. Je später der Abend oder je früher der Morgen, desto höher die Geschwindigkeit.

Moral bedeutet halt auch, bestehende Gesetze und Verordnungen zu respektieren und sich so zu verhalten, wie man es auch von anderen gegenüber sich selbst erwartet. Aber vielleicht hat man ja gar keine Erwartungen?

Leserbriefe

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