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Ursache für Schäden ist die Grundschwelle

31.10.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karl-Heinz Frey, Nürtingen. Zum Artikel „Hochwasser setzte Neckarbrücke zu“ vom 25. Oktober. Meines Wissens wird dies nicht das letzte Mal sein. Denn an der grundsätzlichen Ursache wird nicht gerührt: den totalen Eingriffen in das Flusssystem des Neckars. Soweit ich die hydraulischen Bedingungen überschauen kann, dürften die Ausspülungen der Brückenfundamente hauptsächlich von der flussabwärts liegenden Grundschwelle ausgehen. Diese wurde aus verschiedenen Gründen eingebaut – Erosionsschutz, Pegelmessungen – und beherbergt auch Versorgungsleitungen. Denn zuvor gab es über Jahrhunderte keine derartigen Beschädigungen an den Pfeilern. Die Grundschwelle beeinflusst bei großen Wassermengen den Flussgrund und es entstehen Ausspülungen vor und nach dem Fließhindernis.

Zum anderen ist der Neckar in diesem Abschnitt ein zweifelhaftes Beispiel für technische Veränderungen eines Flusses. Auf einem Kilometer Länge ein Bauwerk nach dem anderen. Da diese Störungen alle sich mehr oder weniger gegenseitig beeinflussen, lässt sich an einer Hand abzählen, dass die Rechnung nicht aufgeht. Dazu kommt noch das Fehlen einer systemischen Betrachtung des Ganzen. Es wird immer nur ein Problem bearbeitet, ohne die Abhängigkeiten zu anderen Bereichen wirklich einzubeziehen.

Im Juni 2010 hatten die Umweltverbände bei der Stellungnahme zum Fischaufstieg an der Brücke vorgeschlagen, wegen der möglichen ursächlichen Schadenswirkung der Grundschwelle diese zu sprengen und im Fluss zu lassen oder zu entfernen. Wenn der Pfeiler gesichert wäre, bräuchte man die Schwelle nicht mehr. So könnte man die Kosten für den Fischaufstieg einsparen und die Tiere nähmen den normalen Weg. Ein Gewässer ist ein System, an dem nicht beliebig herumgebastelt werden kann, ohne weitere Schäden und damit Kosten zu riskieren. Der Neckar kann handeln und muss dazu nicht einmal die hydraulischen Berechnungen lesen können oder verstehen.

Leserbriefe

Mobilfunk schadet auch der Wildbiene

Jürgen Groschupp. Großbettlingen. Zum Artikel „Gehörnte Kerle rücken in den Fokus“ vom 2. Januar. Martin Klatt, Artenschutzreferent des Naturschutzbunds (NABU) Baden-Württemberg berichtet, dass die Mai-Langhornbiene zur „Wildbiene des Jahres“ auserwählt wurde. Auch, dass die jahrzehntelang…

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