Leserbriefe

Und täglich grüßt der Fettnapf

05.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rolf Löffler, Köngen. Zum Tagesthema „Peer Steinreich“ vom 31. Dezember. Jetzt liegen die Fakten eindeutig auf dem Tisch, dass manche Bürger ihren fundierten Beruf aufgeben und als Abgeordnete in den Bundestag wechseln, um mächtig Geld zu machen, vereint mit Machtgier und Selbstverherrlichung – und permanent die Politikverdrossenheit schüren.

„Peer Steinreich“, wie ihn Wolfgang Molitor in seinem Tagesthema genannt hat, hat sich geoutet, dass „ein Bundeskanzler in Deutschland zu wenig verdient, gemessen an der Leistung, die er erbringen muss“.

Nichts da von wegen Ehre, Kanzler sein zu dürfen. Es ist davon auszugehen, dass der sozialdemokratische Kanzlerkandidat nur die Spitze des Eisbergs ist, auch gemessen an den rund 22 Millionen, die die Bundestagsabgeordneten nebenher verdienen.

Mit Andrea Nahles hat er ein prominentes Exemplar der Frauenquote um sich herum, die ihm beipflichtet. Ex-Kanzler Gerhard Schröder hat die passende Antwort für den Vortragsmillionär parat: „. . . und wem die Bezahlung als Politiker zu gering ist, der kann sich ja um einen anderen Beruf bemühen.“

Wie wäre es da mit dem Chefposten einer Sparkasse in NRW oder als Profisportler?

Die Entrüstung bei vielen Politikern, auch aus den eigenen Reihen, und in der Bevölkerung ist immens, lässt sich doch daraus schließen, dass manchem Parlamentarier das Wohl der Menschen schnurzegal ist. Überhaupt ist Peer Steinbrück jemand, der sich Woche für Woche in irgendwelchen Fettnäpfen, besser Treteimern, wiederfindet.

Vor wenigen Tagen erfuhr man, dass er zwischen 2005 und 2009 als damaliger Finanzminister eine Anwaltskanzlei unter anderem für die Ausarbeitung staatlicher Maßnahmen zur Bankenrettung fürstlich entlohnt hat. Steinbrück bezahlte der Anwaltskanzlei sage und schreibe rund 1,8 Millionen Euro.

Der Gipfel: 2011 hat Steinbrück bei dieser Kanzlei einen Vortrag gehalten und dafür 15 000 Euro eingestrichen. Im Raum schwebt immer noch sehr sensibel, dass sich der Kanzlerkandidat als Vortragsmillionär in die Schlagzeilen manövriert hat.

Seit 2009 nahm er neben seinen Diäten als Bundestagsabgeordneter insgesamt 1,25 Millionen Euro aus Vortragshonoraren ein. Unübersehbar auch seine sogenannte Frauen-Allergie (neidvoll unterstellt er Angela Merkel einen Frauen-Bonus), auf die ich hier nicht eingehen möchte.

Bleibt zu beobachten, ob Peer Steinbrück, der sich scheinbar an Christian Wulff misst, der richtige Kanzler für Deutschland und für die Bürger in unserem Land wäre.

Leserbriefe

Ist Utopie auch am Neckar erlaubt?

Dorothea Röcker, Nürtingen. Zum Artikel „Infoveranstaltung zur Gartenschau“ vom 2. November. Eine Landesgartenschau ist ein zukunftsweisendes Projekt und muss deshalb ganzheitlich gedacht werden, wenn sie Entwicklungsprozesse in Gang setzen soll. Das Thema „Grüne Stadt am Fluss“ war schon immer…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe