Leserbriefe

Über Feinstaub und Fahrverbote

20.02.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klement Giesel, Grafenau. „Wir lassen uns nicht alles gefallen“ steht auf einem Banner der Fahrverbotsgegner. Recht haben sie! Aber sie protestieren leider nicht gegen die Ursachen und die Verursacher der Feinstaubmisere, sondern gegen Gerichtsurteile, die aufgrund der derzeitigen Rechtslage getroffen worden sind. Und ausgerechnet unser Verkehrsminister Scheuer, der eigentlich den Rechtsstaat vertreten müsste, heizt diese Stimmung noch an, indem er ebenfalls zum Widerstand gegen Fahrverbote aufruft.

Ausgerechnet Scheuer, der die Autokonzerne schont und nicht zur sofortigen kostenlosen Umrüstung zwingt, ergreift die Flucht nach vorne und versucht damit, seine Unfähigkeiten hinter wütenden Bürgern zu verstecken. Warum wird nicht demonstriert gegen das Versagen der verantwortlichen Politiker? Warum fordert man in Demos nicht ihren sofortigen Rücktritt? Warum demonstriert man nicht dafür, dass diese Politiker zur Rechenschaft gezogen werden? Warum fordern die wütenden Bürger nicht, dass sich die Verantwortlichen der Autokonzerne wegen Betrugs an Millionen Autofahrern verantworten müssen wie beispielsweise in den USA?

Warum kommen diese Demos erst jetzt, obwohl die Grenzwerte seit Jahren überschritten werden und Fahrverbote nicht aus dem blauen Himmel fielen? Warum haben viele Diesel-Geschädigte im Jahr 2017 erneut diese Politiker gewählt, deren Herz deutlich mehr für die Autoindustrie und zu Lasten der Autofahrer schlägt?

Vielleicht lernen wir daraus, dass man nicht erst dann auf die Straße gehen sollte, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Die Wutbürger hatten mehrere Jahre Zeit dazu, mit dem Banner „Wir lassen uns nicht alles gefallen“ auf die Straße zu gehen.

Leserbriefe

Nicht mit dem Glauben Politik machen

Walter Stückle, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Skepsis gegenüber türkischen Schulen“ vom 11. Januar. Jetzt ist es aber genug! Wird ernsthaft darüber nachgedacht, muslimische Schulen zuzulassen. Bei den Moscheen hat man schon den Fehler gemacht, dass dort nicht in deutscher Sprache gepredigt…

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