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Tropfen von der Decke lenkten etwas ab

10.11.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ulrike Schneider, Nürtingen. Zum Artikel „Sie trugen ihn wie in einer Sänfte“ vom 5. November. Ein echter Leckerbissen musikalischer Exzellenz war dieser Tage im K3N zu erleben. Ludwig Güttler, ein Meister der Trompete, war zu Gast mit seinem hochkarätig besetzten Leipziger Bach- Collegium. Zugegeben, als Konzertbesucher hatte man die eine oder andere Hürde zu nehmen, bevor man von den Musikern gar reich belohnt wurde.

Hatten sich die Herren und Damen mit der Saalbestuhlung einen lustigen Schabernack ausgedacht? Die Bestuhlung war im Gegensatz zum Saalplan bei der Kartenbestellung spiegelverkehrt. Und so irrte so mancher Konzertbesucher in freudiger Erwartung durch den Saal auf der Suche nach seinem Platz. Doch damit nicht genug. Hatte man die Posse erkannt und war nun auf der richtigen Seite gelandet, waren die Plätze zwar vorhanden, nicht aber der dazugehörige Stuhl. Körperliche Betätigung war also an diesem Abend inbegriffen. Wir beschafften uns den bereitgestellten Stuhl zu unserer Karte selbst. Glücklich und gespannt harrten wir nun der Musiker. Die kamen dann auch auf die Bühne, wir konnten sie gut sehen und auch ein bisschen hören. Hätte eben nicht den meisten Klang die Bühne für sich behalten. Und man darf auch nicht so kleinlich sein und sich durch stetiges Tropfen von der Decke vom zarten Geigenspiel ablenken lassen. Immerhin waren wir dankbar, dass wir im Trockenen saßen, wenn es in der Halle schon reinregnet. Und die Veranstalter hatten liebevoll Grünzeug um die Regenfässer gestellt. Da kann man wirklich nicht meckern.

Die letzte Hürde des Abends hatten wir dann noch am Kartenautomaten zu nehmen. Der gab die Tickets der wartenden Schlange auch irgendwann wieder zurück. Was uns aber ein wenig verwunderte: Da verirrt sich ein so hochkarätiges Ensemble in unser verschlafenes Nest, findet sogar noch Straßen ins Zentrum, an denen keine Baustelle ist, und spielt dann vor vielen leeren Stühlen. Traurig! Fest steht, wer im Konzert war, wurde durch die Musik reich beschenkt. Alles in allem war es ein unterhaltsamer Abend auf höchstem musikalischen Niveau.

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